Eine falsche Entscheidung kann das Leben aus der Bahn werfen. Ein junger Jurastudent macht diese Erfahrung auf die harte Tour.
Story/Inhalt
Harper James ist Jurastudent und von seinen Studien abgelenkt, da seine Mutter nach einem Autounfall im Krankenhaus liegt. Er glaubt sein Stiefvater habe mit dem Unfall etwas zu tun. Vor allem weil dieser eine Affäre mit einer Kellnerin in Las Vegas unterhält und kurz vor dem Unfall die Versicherungssumme erhöht hat.
Leichtsinnig sinniert Harper in Gegenwart des Kleinspurkriminellen Johnny Ray darüber seinen Stiefvater zu töten, oder jemanden dafür zu bezahlen. Johnny bietet an, die Sache für 10.000 Dollar zu übernehmen, vorausgesetzt Harper begleitet ihn und die Prostituierte Cherry nach Vegas. Harper will den Auftrag als Johnny am nächsten Tag vor seiner Tür steht zurückziehen, doch da spielt Johnny nicht mit. Er hat das Geld bereits fix eingeplant, um Schulden bei einem anderen Zuhälter namens Frank zu begleichen, der ein Auge auf Cherry geworfen hat.
Die Fahrt nach Vegas führt dazu, dass Harper wiederholt in Konflikte mit Johnny gerät, während er gleichzeitig eine Beziehung zu Cherry aufbauen kann. Da er sie nicht nur als Stück Fleisch behandelt, erwidert sie sein Verhalten, was zu weiteren Spannungen führt. Kurz vor Vegas trennen sich ihre Wege: Johnny hat einen Polizisten als Geisel genommen, der Zuhälter Frank ist auf ihren Fersen, um Cherry einzukassieren, und Harper hat ebenfalls ein düsteres Geheimnis. Darum heißt sein Ziel: Mexiko. Dafür muss er aber zuerst Johnny und den Zuhälter Frank loswerden.
Schauspieler
Tye Sheridan (The Card Counter, Ready Player One) spielt den Studenten Harper. Sein Plan seinen Stiefvater zu töten, oder besser töten zu lassen, schlägt einen ganz anderen Weg ein als von seinem Komplizen geplant. Harper ist nicht das einfache Opfer, das man um etwas Geld erleichtern kann, und dann noch am besten als Sündenbock stehen lässt. Allerdings ahnt Johnny nichts davon.
Johnny Ray wird von Emory Cohen (Marty Supreme, The Bikeriders) gespielt. Ein Kleinkrimineller, der ein Mädchen als Tänzerin mit Zusatzleistungen unterhält, und gerne in der Oberliga mitspielen würde. Doch dazu müsste er mal etwas auf die Reihe kriegen und nicht nur bis zur nächsten Kurve vorausplanen.
Bel Powley (White Boy Rick, Mary Shelley) spielt Cherry. Die typische Geschichte: Kleinstadtmädchen mit großem Traum fällt auf die Masche des falschen Typs rein und endet als Tänzerin und Prostituierte. Da Harper sie jedoch nicht nur als Stück Fleisch sieht, greift sie ihm unter die Arme und wäre bereit, mit ihm nach Mexiko zu gehen.
John Lynch (Black Death) spielt Zuhälter Frank. Er hat keine Lust länger auf die Begleichung von Johnnys Schulden zu warten und will dafür um jeden Preis Cherry zu einem weiteren seiner Mädchen machen.
Regie
Christopher Smith (Creep) liefert ein typisches Gangster-Drama nach bekannten Mustern. Harper ist ein sympathischer Charakter, während Johnny und Frank schablonenhafte austauschbare Standardfiguren aus dem Milieu sein könnten. Jeder spielt hier sein eigenes Spiel, doch am Ende muss einer die Rechnung zahlen. Harper ist dabei etwas schlauer als seine Konkurrenz.
Nachbearbeitung
Regisseur Smith arbeitet mit geringen Mitteln: viel Handlung passiert während der Fahrt im Auto oder an den Halten, etwa an einer Raststätte, bei Franks Wohnwagen oder in Harpers Haus. Auf große Feuergefechte oder sonstige gewaltige Aktionen wird bewusst verzichtet. Es könnten genauso gut drei Freunde auf dem Weg nach Vegas sein – wäre da nicht die Tatsache, dass die drei nicht befreundet sind und von Anfang an vorhaben, sich gegenseitig etwas anzuhängen. Zu Beginn weiß Cherry nur noch nicht, ob sie ihrem Zuhälter gegenüber loyal bleiben soll, oder dem netten Jungen, der 10.000 Dollar in Aussicht stellt.
Musik
Neun Songs und ein Teil einer Oper werden gespielt.
Filmkritk
Fazit
Manchmal nimmt das Leben die falsche Abzweigung. Da muss man dann wie Harper das Beste aus der Sache machen.


