Hier wird genau geliefert, was versprochen wird: Geballer, das sogar eine Handlung hat. Karotten raus und losgeballert.
Story/Inhalt
Ein Mann, den später alle nur Mr. Smith nennen, sitzt an einer Bushaltestelle und genehmigt sich eine Karotte. Plötzlich läuft eine schwangere Frau panisch an ihm vorbei, verfolgt von ein paar Typen mit Knarren. Smith mischt sich ein, tötet den ersten Handlanger mit der Karotte und hilft der Frau dann als die Wehen einsetzen. Währenddessen liefert er sich ein Feuergefecht mit den Gangstern. Die Mutter wird getötet, das Baby nimmt Mr. Smith mit.
Smith wendet sich an die Prostituierte Donna Quintano, die ihren Kunden einen Muttermilchfetisch befriedigt. Sie kann das Baby, dass sie Oliver nennen, stillen. Allerdings reißt die Kette an Verfolgern nicht ab. Ihr Anführer, der ehemalige Profiler Hertz, schickt Welle um Welle der Freischaffenden gegen Mr. Smith, der trotzdem Zeit findet, die Puzzlestücke zusammenzusetzen. Sie führen zu dem Waffenhersteller Hammerson, der Senator Rutledge, der aufgrund einer Krankheit das Knochenmark der Babys benötigen würde, aufgrund eines neuen Waffengesetzes ausschalten will. So einfach ist es dann doch nicht. Weiteres Geballer ist nötig.
Schauspieler
Clive Owen (Die letzte Legion, Last Knight – Die Ritter des 7. Ordens) spielt Mr. Smith. Meist mit einer Karotte zur Hand ist er eine unaufhaltbare Naturgewalt, die immer wieder mal einen Einzeiler raushaut. Vielleicht bereut er es, der Frau geholfen zu haben, Baby Oliver wird dann trotzdem zum Zentrum seiner Welt. Und wer Oliver Schaden will, kassiert eine Kugel.
Monica Belucci (Dracula, James Bond Spectre) wird zur unfreiwilligen Helferin von Mr. Smith. Sie nimmt die Chance, aus dem Bordell rauszukommen, aber gerne an und wird zur Ersatzmutter für Baby Oliver. Mr. Smith kümmert sich um die Bösen, Donna Quintano um Oliver. Klassische Arbeitsteilung.
Paul Giamatti (Straight Outta Compton, Sideways) ist ein ehemaliger Profiler und jetzt Anführer von Hammersons Söldnern. Die Unfähigkeit mit einem Mann fertig zu werden, nervt ihn sichtlich, da er eigentlich heimfahren sollte, um den Geburtstag seines Sohns zu feiern. Seine Frau ruft immer wieder, oft zu unpassenden Zeitpunkten an.
Waffenproduzent Hammerson wird von Stephen McHattie (Nightmare Alley) gespielt, Daniel Pilon (Michel Vaillant) spielt den Senator.
Regie
Michael Davis schrieb das Drehbuch und realisierte sein Projekt mit einem Budget von fast 40 Millionen Dollar. Keine großen Namen, keine aufwendige Story: da fragt man sich, wofür so viel Geld genötigt war. Die Feuerduelle bleiben in Erinnerung, und die Szene mit dem Absprung auf einem Flugzeug kostete einiges. Mr Smith schießt im freien Fall eine ganze Truppe von Leibwächtern zusammen, bevor sie landen. Wetter: leicht bewölkt, mit Aussicht auf tote Handlanger.
Nachbearbeitung
Der skurrile Tod durch eine Karotte kommt gleich mehrfach vor: entweder direkt in Mund oder Auge oder auch in den Abzug einer Waffe geklemmt und diese in die Gruppe von Feinden geworfen. Mit Seilzügen baut Mr. Smith auch einige interessante Fallen und hat irgendwann sogar Zeit gefunden, Ratten zu domestizieren.
Ein damals relatives neues, leicht futuristisches Tool, waren die Waffen, die nur mit Fingerabdruck-Freigabe feuern. James Bond hatte auch so ein Ding (mit Handabdruck), hier laufen alle Hammerson-Söldner mit diesen Waffen rum.
Die bereits erwähnte Freifallszene aus dem Flugzeug mit Feuergefecht lässt den Faktor offen, dass trotz eines Fluges nach North Carolina Mr. Smith dann doch wieder in derselben Stadt landen kann. Sind sie gekreist, oder was? Das ist nicht die einzige Logiklücke, doch wir sind wegen des Geballers hier.
Musik
Nirvana, Motörhead, AC/DC, Wolfmother, Mötley Crüe und viele mehr… da lacht das Herz. Die Musik ist zur Begleitung sicher ein absoluter Pluspunkt.
Filmkritk
Fazit
Geliefert wird genau was zu erwarten ist. Gute Shootouts, mit gutem Rock untermalt, ohne viel Umfang, ergänzt um ein paar knackige Einzeiler. Der Film ist finanziell leider durchgefallen, verdient hat er es nicht.


