Der Außenseiter Max kehrt deutlich verjüngt in die postapokalyptische Welt des Wüstenlandes zurück. Zu Beginn schließt er sich mit Gesten und Grunzen einer Gruppe von Frauen an, die die Zitadelle verlassen wollen. In dieser dienten sie als Gebärmaschinen für die degenerierte Familie von Immortan Joe. Seid mein Zeuge!
Story/Inhalt
Der Außenseiter Max Rockastansky rast mit seinem Ford Falcon XB GT Coupé V8 Interceptor durchs Wüstenland und wird von den Warboys der Zitadelle aufgegriffen. Sein Wagen wird ausgeschlachtet und für die Warboys umgebaut während Max, aufgrund seiner robusten Gesundheit, als „Blutbeutel“ herhalten soll. Bei der nächsten Ausfahrt des bewaffneten Tanklastzugs zu einer Versorgungsfahrt soll Max, vorne an ein Fahrzeug gebunden, dem Warboy am Steuer als Verpflegung dienen.
Doch Imperator Furiosa, die den Laster fährt, hat andere Pläne. Ohne das Wissen von Immortan Joe hat sie seinen fruchtbaren Harem geladen, um mit den Frauen zu fliehen. Als Immortan Joe das entdeckt, hetzt er seine verbliebene Armee hinterher und mobilisiert auch Truppe der anderen beiden Wüstenfestungen. In einem Sandsturm verlieren sie vorübergehend Kontakt zum Tanklastzug, wobei Max sich befreien kann, und versucht die Kontrolle zu übernehmen. Als Furiosa ihm die Fracht offenbart, stimmt er widerwillig zu, den Frauen zu helfen. Ebenfalls an ihrer Seite ist ein Warboy namens Nux. Was für ein Tag… was für ein wunderbarer Tag!
Sie müssen mehrere Angriffe der Zitadelle und deren Verbündeter abwehren, um die Oase zu erreichen, aus der Furiosa ursprünglich stammt.
Schauspieler
Tom Hary (Venom, The Bikeriders) hatte zu dieser Zeit gerade einen Lauf. Nach seinen Rollen in „Inception“ und „The Dark Knight Rises“ überzeugte er als Hauptdarsteller in Filmen wie „Legend“ oder „No Turning Back“, aber auch als Nebendarsteller, etwa in „The Revenant“. Als Max Rockastansky trat er eine würdige Nachfolge von Mel Gibson an.
Imperator Furiosa wird von Charlize Theron (Aeon Flux) gespielt. Mit ihrer Klauenhand ist sie der Fahrer des Kampflastzugs. Ihre Ursprungsgeschichte wird in Furiosa erzählt, in dem Anya Taylor-Joy die Rolle übernimmt.
Der Warboy Nux wird von Nicholas Hoult (Renfield, Nosferatu – der Untote) gespielt. Als Außenseiter innerhalb der Warboys ist er zuerst nur Beifahrer, was ihn entbehrlich macht und quasi ein Todesurteil ist. Doch mit Glück überlebt er den Angriff auf den Tanklaster und kann sich an Bord retten. Da Imperator Furiosa eine Autorität für den Warboy ist, hinterfragt er nicht den Befehl die Frauen zu verteidigen und bemerkt so nicht, dass er gegen seinen Meister Immortan Joe agiert. Später wechselt er dann nicht die Seiten, weil die Aussicht als einfacher Warboy mit einer fruchtbaren Frau zusammen zu sein, doch zu verlockend ist.
Hugh Keays-Byrne spielte bereits in „Mad Max“ den Gangster Toecutter. Hier nimmt er die Rolle des Immortan Joe ein. Seine degenerierten Söhne werden hier, und auch in der Fortsetzung Furiosa, von Nathan Jones (Rictus Erectus) und Josh Helman (der hier aber noch Slit und nicht Scrotus genannt wird) gespielt.
Die fruchtbaren Frauen sind unter anderem Zoë Kravitz (Caught Stealing), Rosie Huntington-Whiteley (Transformers 3), Riley Keough (Logan Lucky), Abbey Lee (The Neon Demon) und Courtney Eaton (Gods of Egypt).
Regie
George Miller meldet sich mit seinem Franchise rund um Mad Max mit einem Knall zurück. Nach dem schwachen dritten Teil mit der Donnerkuppel ist Fury Road endlich wieder ein dreckiger Straßenkrieg, der mit allen zur Verfügung stehen Mitteln gekämpft wird. Die Verfolger sind teilweise überzogen unterhaltsam dargestellt, da geht es bei den Fahrzeugen wohl weniger um Funktionalität als um Show. Aber ein E-Gitarre spielender Verrückter, umgeben von Flammenstößen, schüchtert doch jeden potenziellen Plünderer ein.
Nachbearbeitung
Obwohl zuerst für ein PG-13 geschnitten, wurde der Film dann doch (Gott sei Dank) mit einem R-Rating veröffentlicht. Neben der Performance von Hardy, Hoult und Theron sind bestimmt die Straßenschlachten, die das Finale von „Mad Max – der Vollstrecker“ ausmachte, das Highlight des Films.
In einer Welt, in der Brennstoff und Munition Mangelware sein sollten, und fruchtbare Frauen mit sauberem Wasser aufgewogen werden, gehen alle sehr fahrlässig damit um. Vor allem das Wasserverteilungssystem der Zitadelle ist bestenfalls ausbaufähig, selbst wenn Immortan es weiter als Druckmittel gegen die Bevölkerung nutzen will. Der Umgang mit den Warboys ist ein probates Mittel der Bevölkerungskontrolle für die herrschende Klasse. Allerdings brauchen sie sehr viel silberne Sprayfarbe, um den Weg nach Walhalla zu bereiten. Bezeugt die Tat!
Musik
Der Soundtrack von Junkie XL ergänzt die Handlung und geht absolut ins Ohr.
Filmkritk
Fazit
Tom Hardy punktet, und es bestand die Hoffnung, dass Mad Max für eine neue Generation auftritt. Obwohl die Origin Story Furiosa bald angekündigt wurde, dauerte es fast zehn Jahre, bis sie erschien – ohne Theron oder Hardy und leider wenig neuen Ideen, beziehungsweise fehlte der Hype, den Fury Road auslöste.


