Der Teaser wurde angekündigt mit „The B1tch ist back“, der Trailer versprach eine spannungsgeladene Fortsetzung, in der M3gan gegen eine militärische Variante ankommen muss. Das Ergebnis: nicht ganz wie erwartet.
Story/Inhalt
Eine militärische Variante des M3gan-Androiden mit den Namen Amelia erfüllt ihren Auftrag, und tötet dann die Person, die sie eigentlich retten sollte, und löscht danach alle Beteiligten aus. Der schlimmste Albtraum wird wahr: die Rebellion eines Killer-Roboters, der speziell für Infiltration angepasst wurde.
Gemma ist inzwischen mit ihrem neuen Freund Christian (ganz wichtig: ausgesprochen Christ-iiiaaan) Botschafterin einer Organisation für die Regulierung von KI’s. Allerdings ist ihr Garagenunternehmen bankrott, sodass Investor Alton Appleton die Firma gerne aufkaufen würde, um an das neu entwickelte Exo-Skelett zu kommen. Alton, an den Rollstuhl gefesselt, hat mittlerweile eine KI-Schnittstelle zu seinem Gehirn entwickelt, das Exo-Skelett würde seine wiedererlangte Fähigkeit zu gehen, nur verstärken.
Unbemerkt von Gemma spukt ein Backup von M3gan noch immer in ihrer Haussoftware herum. Sie offenbart sich, als Amelias Aktivitäten darauf hindeuten, dass die Militär-KI alle, die sie aufhalten können, töten wird – also auch Gemma und Cady. M3gan erklärt, dass sie dafür allerdings seinen Körper benötigt. Gemma weigert sich vehement, bis Amelia Appleton bei einem Event tötet, um an dessen Schnittstelle zu kommen. Appleton, der fast alle gängige Cloud-Systeme betreibt, ermöglicht der Killer-KI damit Zugang zu fast allen Systemen.
M3gan lotst Gemma und Cady in einen Unterschlupf, der als Bunker für den „Judgement Day“ gedacht ist. Sie betont mit ihren jetzigen Mitteln könne sie Amelia nicht stoppen. Darum baut ihr das Team einen neuen, verbesserter Körper und nutzt eine KI-Messe, um Amelia aus der Reserve zu locken. Der chinesische Botschafter wird dabei getötet, Cady entführt und der erste Zusammenstoß der neuen M3gan mit Amelia geht an die Militär-KI.
Gemma erfährt, was Amelia sucht: in den 1980ern wurde bereits eine erste KI entwickelt, dann jedoch in einem digitalen Gefängnis isoliert. M3gan, gut zwei Jahr auf das Haussystem beschränkt, hat sich enorm weiterentwickelt. Eine KI, seit Jahrzehnen isoliert, muss über göttliche Funktionen verfügen. Würde Amelia diese KI hochladen, wäre das Schicksal der Menschheit besiegelt. Doch spielt M3gan wirklich im Team Mensch, oder will sie sich selbst mit der KI verbinden?
Schauspieler
Allison Williams (Get Out) und Violet McGraw nehmen ihre Rollen wieder ein. Cady ist mittlerweile ein Wunderkind, dass unter der Überwachung der Tech-skeptischen Gemma leidet. Gemma wiederum ist von der Angst getrieben, eine zweite M3gan könne nicht rechtzeitig eingedämmt werden. Ein noch weiter entwickeltes KI-System ist ihr gelebter Albtraum.
Amie Donald spielt wieder M3gan, die Stimme übernimmt Jenna Davis. Brian Jordan Alvarez als Cole und Jen Van Epps als Tess kehren ebenfalls in ihre Rollen als Entwickler von M3gan zurück.
Aristotle Athari spielt Gemmas Freund Christian (mit der seltsamen Betonung), Timm Sharp den FBI-Agent, der den Fall der unabhängigen Militär-KI ermittelt.
Amelia wird von Ivanna Sakhno gespielt.
Regie
Gerard Johnstone führt nach seinem Erfolg mit M3gan die Regie fort. Allerdings ist das gesamte Skript so gestaltet, als wären drei unterschiedliche Geschichten zusammengefügt worden. Das erste Drittel ist noch rund und dreht sich um die Militär-KI, die abtrünnig wird, sowie den Investor Appleton mit seiner Schnittstelle zu seinem Gehirn. Im zweiten Drittel tritt zutage, was mit M3gan geschah und was die KI inzwischen gemacht hat. Als sie ihren neuen Körper endlich hat, sollte das finale Drittel mit einem Knall alles auflösen. Physisch mag das ja stimmen, aber aufgrund von allem, was geschehen ist, bleibt die Enttäuschung bestehen. Die „göttliche“ KI kommt zwar nicht frei, doch insgesamt bleibt man unbefriedigt sitzen, wenn der Abspann beginnt.
Nachbearbeitung
Wenig Neues im KI-Markt. Der Zeitabstand zwischen den Filmen führte dazu, dass Amie Donald gewachsen ist – das umschifft man schnell, indem M3gan einen größeren Körper fordert als Gemma endlich bereit ist, ihr einen neuen Körper zu bauen.
Appletons Schnittstelle erinnert an Filme wie „Upgrade“, die ebenfalls das Risiko behandeln ob so eine Schnittstelle den „schwachen“ menschlichen Geist nicht zum Beifahrer im eigenen Körper degradieren könnte.
Obwohl Amelia ein Militärmodell ist, ist M3gan grundsätzlich physisch und kampftechnisch ebenbürtig. Also hat entweder das Militär gespart, oder M3gan hat sich besser vorbereitet bei der Materialbeschaffung als es das Militärbudget für Amelia hergab.
Cady programmiert von Beginn an in der Software von M3gan weiter und versucht ein Moralprogramm zu schreiben, dass jedoch an der Formulierung scheitert: wessen Moral soll, verwendet werden, und wo soll die Grenzen haben? Amelia hat dank ihrer militärischen Standards „keine typische“ Moral, M3gan entwickelt sie im Verlauf der Handlung. Ihr Opfer zum Finale ist aber wenig prägend, wie bei Terminator: Judgement Day, obwohl beide KIs eine ähnliche Entwicklung durchlaufen – kein Daumen hoch für M3gan.
Nicht zuletzt ist nach dem Tod von Appleton (hoffentlich) jedem mit einem IQ über 60 klar, dass Christian (mit der seltsamen Betonung) irgendwie mit drinstecken muss. Die Auflösung dazu ist bestenfalls unbefriedigend, und die Konsequenzen für ihn gleich Null.
Musik
Einige Electro- und Technobeatstücke, etwas Soft Rock und die Hymne von Knight Rider… aber das reißt den Film nicht raus.
Filmkritk
Fazit
Hohe Erwartungen führen zu großen Enttäuschungen. M3gan kehrt zwar zurück, doch das Ergebnis kann an den Erfolg des ersten Teils nicht anschließen. Diese KI hat ihren Zenit überschritten und die Erwartungen nicht erfüllt.




