Diesen Beitrag zum klassischen Folk-Horror habe ich zufällig im Rahmen der Recherche zur Kritik von „The Wicker Man“ gefunden. Ich wurde nicht enttäuscht.
Story/Inhalt
Rebecca Holland steht der Kirchengemeinde eines kleinen Dorfs seit etwas mehr als zehn Monaten vor und hat noch immer nicht einen guten Anschluss gefunden. Ihr Mann ist in seiner Arbeit eingeschränkt wegen der Abgelegenheit, und die Tochter gilt als Außenseiterin. Beim jährlichen Volksfest soll sie trotzdem die Hauptrolle übernehmen. Die heidnisch angedeuteten Riten beobachtet Rebecca mit etwas Skepsis, hat alles in allem jedoch zum ersten Mal das Gefühl wirklich Teil der Gemeinde zu sein. Bis ihre Tochter spurlos verschwindet.
Was Rebecca mit eigenen Augen sah, führt in den Ermittlungen nicht besonders weit, obwohl Polizisten aus der nächsten Stadt hinzukommen. Die Zeit drängt, denn als Rebecca einigen Hinweisen nachgeht, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis dieses Dorfs: soll ihre Tochter als Opfer für einen dunklen Pakt dienen?
Schauspieler
Tuppence Middleton (Downton Abbey II, Jupiter: Ascending) spielt Pastorin Rebecca Holland. Nachdem ihre Tochter verschwunden ist, bemüht sie sich auf eigene Faust Spuren zu finden. Dabei findet sie aber mehr, als ihr lieb ist. Ihr Mann, Henry Holland wird von Matt Stokoe (Rose, Outlaw King) gespielt.
Ihre Tochter Grace wird von Evie Templeton (Wednesday, Return to Silent Hill) gespielt. Als Entführungsopfer ist sie nach der Einleitung bis zum Finale verborgen und hat dort dann ihren großen Auftritt.
Ralph Ineson (The Witch, Fantastic 4: First Steps) spielt Jocelyn Abney, der sich zwar hilfsbereit zeigt, aber seiner eigenen Agenda folgt.
Regie
William Brent Bell ist spezialisiert auf Horror und Grusel. Seine ersten Filme „The Devil Within“ und der Werwolf-Thriller „Wer“ brachten ihm einigen Achtungserfolg. Doch mit „The Boy“ und der Fortsetzung „Brahms“ wurde er einem breiteren Publikum bekannt. Weiters führte er auch Regie in der Fortsetzung von „The Orphan“ mit dem Titel „Orphan: First Kill“. Dieser Film ist sein aktueller Film. Aktuell arbeitet er an einem Drehbuch mit dem Arbeitstitel „Orphan 3“.
Nachbearbeitung
„Lord of Misrule“ maßt sich nicht an, das Rad zu erfinden. Doch er nimmt die Prämisse von Folk-Horror wie „The Wicker Man“ und gestaltet es neu. Das zeigt sich in den Kostümen für das Folklorefest, bei dem Grace verschwindet, oder den eigens für den Film komponierten „Volksweisen“. Zwar ist der Ablauf wie zu erwarten ohne große Überraschungen, doch auf jeden Fall besser als das Remake von Wicker Man mit Nicolas Cage (Nicht die Bienen!).
Musik
Neben einem richtigen Folksong wurden für den Film eigens mehrere Songs komponiert.
Filmkritk
Fazit
Lord of Misrule ist gute Unterhaltung, die liefert was versprochen wurde. Keine großen Horroreinlagen und blutige Splattershow. Und vielleicht die Lehre, dass man keine Pakte über Generationen eingehen sollte.




