Die Geschichte klingt so unglaublich, dass sie einfach wahr sein muss, oder? Ein „Captain“ heuert eine Crew von Außenseitern an, um ein Monster zu jagen, das seinen Vater getötet hat. Der See, an dessen Ufern die Jagd stattfindet, ist der Lake Michigan.
Story/Inhalt
Der exzentrische Captain Seafield heuert die Sonarexpertin Nedge Pepsi, den Waffenexperten Sean Saughnessy und den unehrenhaft entlassenen Matrosen Dick Flynn an um das Monster zu töten, das seinen Vater auf dem Gewissen hat. Obwohl die Geschichte mehr Löcher als ein Käse hat, stimmen die drei der Sache zu, weil Seafield eine gute Bezahlung verspricht. Nachdem einige namhafte Missionen ergebnislos scheitern und die Schecks von Seafield platzen, gehen die noch lebenden Crew-Mitglieder erzürnt ihrer Wege. Doch das Monster, dessen Ei im Verlauf der Missionen zerstört wurde, sinnt auf Rache und tötet Seafields Bruder Ashcroft. Geplagt von den Geistern, entscheidet sich Seafield, das Monster in seiner unterseeischen Höhle zu konfrontieren.
Schauspieler
Ryland Brickson Cole Tews (Hundreds of Beavers) spielt Seafield, den exzentrischen Leuchtturmwächter, der dem Lake Michigan Monster blutige Rache schwört. Seine Crew besteht aus Nedge Pepsi, gespielt von Beulah Peters (ihr einziger Film bisher), Sean Saughnessy, gespielt von Erick West (Hundreds of Beavers) sowie Dick Flynn, gespielt von Daniel Long (Hundreds of Beavers). Wayne Tews spielt den nicht weniger exzentrischen Bruder Ashcroft.
Die gemeinsamen Filme zeigen, dass es sich hierbei um eine Gruppe von Freunden handelt, die ihre Projekte gemeinsam realisieren und auch weitere Aufgaben neben und hinter der Kamera übernehmen.
Regie
Ryland Brickson Cole Tews führt ebenfalls Regie in diesem Fiebertraum eines Monsterfilms. Es ist eine Hommage an klassische Monsterfilme wie „Der Schrecken aus dem Amazonas“, der sich auch anderen, aktuelleren Themengebieten widmet. Es gibt eine Sequenz, die eine Zeitschleife darstellt und verhindern soll, dass Seafield die Insel verlässt. Außerdem gibt es ein Finale unter Wasser, das auch aus „Kampf der Titanen“ stammen könnte. Dazu werden Elemente aus anderen Klassikern und Meisterwerken übernommen, etwa aus „Das siebente Siegel“, in dem Seafield statt einer Partie Schach Mühle mit einem Geist spielt und über das Geschehene philosophiert.
Nachbearbeitung
In vielen Bereichen, auch dank Budgetbeschränkungen, sind die Effekte und die Story einfach gehalten. Das Monster wird mit viel Liebe, Pappmasche und gutem Willen kreiert. Diese Beschränkungen werden dadurch kaschiert, dass in grobkörnigem Schwarz-weiß gedreht wurde (wie auch die meisten klassischen Horrorfilme).
Die Story ist eigentlich recht dünn, im Gesamtbild wirkt sie aber wie ein Monty Python-Film auf Michigan Brew (das namentlich erwähnt wird). Es ist aber eine gutgemeinte Hommage, sodass man diesen Vergleich mit bestem Gewissen ziehen darf, ohne den Ruf der großen britischen Comedy-Truppe zu schädigen oder die Bemühungen dieser Crew zu schmälern.
Der Film stand übrigens nur in englischer Sprache mit Untertiteln zur Verfügung, was dem Film nicht abträglich war. Die abgehobene Exzentrik von Seafield konnte so noch besser rübergebracht werden, und Wortwitz ging nicht bei der Übersetzung über die Planke.
Musik
Auch hier werden klassische „Spannungselemente“ wie in den Monsterfilmen verwendet, ergänzt mit Musikstücke, die auch aus der klassischen Star Trek Serie stammen können. Seemanns Shanties gehören natürlich auch dazu, und nicht zuletzt schmettert Ashcroft zum Abspann noch einmal ein Shantie, dass alle Ereignisse noch einmal abarbeitet.
Filmkritk
Fazit
Wer die Sache nicht zu ernst nimmt und einen große Vorrat von Bier zur Hand hat, wird hier bestimmt gut unterhalten. Gefangen zwischen Monty Python und der Hommage an klassische Monsterfilme mit geringem Budget wurde das Lake Michigan Monster zur Legende hinter vorgehaltener Hand – ein Insider-Tipp, der gleich dem Alkoholkonsum im Film zum Rausch wird. Ryland Brickson Cole Tews und der Großteil seiner Leute werden in Hundreds of Beavers zurückkehren.



