Ein fehlgeschlagener Drogenabwurf führt dazu, dass eine Bärin in einem Nationalpark randaliert, weil sie eine Abhängigkeit entwickelt hat. Mehrere Gruppen haben unfreiwillig Kontakt mit der Bestie auf Koks.
Story/Inhalt
1985 endet ein Kokainabwurf damit, dass der Kurier in einem Vorort aufschlägt und die Lieferung in einem Nationalpark verteilt ist. Einen Teil der Lieferung frisst ein Schwarzbär und geht danach auf die Suche nach mehr. Ein Pärchen wird das erste Opfer.
Unter anderem sind die beiden Kinder Dee Dee und Henry im Nationalpark, die die Schule schwänzen, damit Dee Dee einen Wasserfall malen kann. Außerdem gibt es eine Bande von Kleinkriminellen, die in der Nähe der Rangerstation Wanderer überfallen. Dann sind da noch ein Naturforscher und eine Parkrangerin, die dem Forscher näherkommen möchte. Schließlich sind auch noch zwei Gangster dabei, die das Kokain wiederbeschaffen sollen. An ihren Fersen hängt ein Polizist, der den Drogenring hochnehmen will. Sari, die Mutter von Dee Dee macht sich ebenfalls auf die Suche nach den Kindern und versucht die Rangerin zu überzeugen, ihr zu helfen. Doch nachdem sie Henry gefunden haben, fällt die Bärin über den Forscher her und verletzt die Rangerin. Gerufene Sanitäter werden ebenfalls vom Bären angegriffen. Dee Dee wurde verschleppt, sodass Sari mit Henry die Höhle der Bärin sucht. Dee Dee lebt zwar, doch die Bärenjungen sind ebenfalls auf Kokain, und mittlerweile ist Drogenboss Syd nachgekommen, um die Sache mit Gewalt zu klären.
Schauspieler
Keri Russell (The Americans) spielt Sari. Eigentlich hatte sie Dee Dee versprochen, mit ihr zum Wasserfall zu fahren, doch dann musste sie arbeiten. Als sie erfährt, dass die Kinder schwänzen, fährt sie sofort hin. Als sie erfährt, dass Dee Dee verschleppt wurde, nimmt sie jedes Risiko auf sich, um ihre Tochter zu retten.
Alden Ehrenreich (Oppenheimer) spielt Eddie, den Sohn von Drogendealer Syd. Sein Vater schickt ihn los, damit er endlich wieder etwas für die Organisation tut. Sein Sohn steckt nämlich seit dem Tod seiner Frau in einem Tief. Begleitet wird er von Daveed, einem Mann fürs Grobe, gespielt von O’Shea Jackson Jr. (Criminal Squad 2, Just Mercy). Ray Liotta (Goodfellas, Narc) spielt Drogenboss Syd.
Brooklynn Prince (Life in Space) spielt Dee Dee, Henry wird von Christian Convery (The Monkey) gespielt. Weitere Rollen spielen Margo Martindale (Sneaky Pete, Your Honor) und Isiah Whitlock Jr. (BlacKkKlansman).
Regie
Elisabeth Banks spielte unter anderem in „Die Tribute von Panem“ die Rolle der Effie Trinket oder synchronisierte im „Lego Movie“ mehrere Stimmen, unter anderem Lucy. Regie führte sie unter anderem in Remake von „3 Engel für Charlie“, wo sie auch die Rolle des Boz spielte.
Cocaine Bear ist eine unverschämt einfach gestrickte, ehrliche und etwas blutrünstige Geschichte, die alles ausschöpft, was möglich ist, ohne ins Lächerliche abzudriften. Die Charaktere sind überspitzt dargestellt, aber doch passend. Syd hat berechtigte Sorge, dass die Kolumbianer hinter ihm her sein könnten, wenn die Lieferung verloren geht, während Officer Bob eine Chance sieht ihm das Handwerk zu legen. Dee Dee will ihren Willen durchsetzen, und hat mit Henry einen liebenswerten Partner in Crime (okay, sie schwänzen nur die Schule). Es könnte ein normaler Tag mit seltsamen Verstrickungen sein, wäre da nicht eine angepisste Bärin auf Kokain auf der Suche nach der nächsten Dröhnung.
Nachbearbeitung
Entfernt basiert der Fall auf einer wahren Geschichte. Allerdings fraß der Bär eine Packung Kokain und erlitt dann einen Herzschlag bevor der Bär einen blutigen Streifzug gehen konnte. Der ausgestopfte Bär steht in einem Museum als „Pablo Escobear“.
Die Bären sind gut animiert, wenn auch teilweise etwas überzogen im Verhalten. Wenn der Bär zum Beispiel auf dem Rücken über den Boden rutscht, ist klar zu sehen, dass hier ein Mensch ein einem Bärenkostüm steckt.
Musik
Gute zeitgemäße Musik, etwa von Berlin, Jefferson Starship oder Scandal feat. Patty Smith runden den Film ab.
Filmkritk
Fazit
Der Film macht Spaß, liefert etwas blutige Bärenaction und auch einen Hauch eines Narco-Krimis. Die Charaktere sind teilweise etwas überspitzt, aber am Ende kriegt jeder, was er verdient. Selbst die Bären dürfen glücklich vereint durch die Wälder tollen und weitere naive Touristen anknabbern.


