Eli Roth (Borderlands, Thanksgiving) spielt hier mit der Angst vor Clowns, die in diesem Fall absolut gerechtfertigt ist. Den Kindern einen Gefallen zu tun ist nicht immer eine gute Idee. Diese Erfahrung macht der Immobilienmakler Kent in diesem Film auf die harte Tour.
Story/Inhalt
Jack wünscht sich zu seinem Geburtstag den Auftritt eines Clowns. Als dieser kurzfristig ausfällt, schlüpft Vater Kent in ein Kostüm, das er in einer Kiste in dem Haus, das er gerade für den Verkauf vorbereitet, gefunden hat. Die Party wird ein Knüller und alle sind zufrieden. Bis auf Kent: am nächsten Morgen kann er trotz aller Versuche das Kostüm nicht mehr ablegen, selbst die Perücke scheint mit seinem Kopf verwachsen.
Kent recherchiert über den Vorbesitzer des Hauses und trifft dessen Bruder, den Antiquitätenhändler Karlsson. Dieser warnt ihn vor dem Kostüm, das einst die Haut eines Dämons gewesen ist. Bald würde der Dämon macht von Kent ergreifen, was mit einem Heißhunger auf Kinder einherginge. Daraufhin versucht er Kent zu töten, der Karlsson jedoch überwältigen und fliehen kann. Allerdings verspürt er bald Hunger, den er nicht stillen kann. Bis er zufällig einen neugierigen Jungen beim Versuch sich selbst zu erschießen, tötet und von ihm kostet. Der Hunger schwindet kurz.
Inzwischen hat Karlsson Kent Frau vor ihm gewarnt. Sie treffen zum Showdown aufeinander als Kent Jack entführen will.
Schauspieler
Andy Powers spielt Immobilienmakler Kent. Powers ist in diversen Nebenrollen (West Side Story, Spiderman. Homecoming) und vor allem Serien wie „Taken“ oder „Star Wars Skeleton Crew“ zu sehen. Dies ist eine seiner wenigen Hauptrollen.
Kent Frau Meg wird von Laura Ellen gespielt, ebenfalls eine mehrheitliche Serienschauspielerin. Christian Distefano als Sohn Jack ist vor allem als Synchronsprecher tätig.
Der einzige „Star“ im Film ist Peter Stormare. Mit seinem markanten Gesicht spielte er in erfolgreichen Filmen wie „Fargo: Blutiger Schnee“, „Vergessene Welt: Jurassic Park“ oder den Teufel in „Constantine“. Außerdem ist Stormare als Synchronsprecher für Spiele (zum Beispiel: Until Dawn) und Animationsfilme aktiv. 2020 spielte er im Pandemiethriller „Songbird“ mit, zuletzt in der Verfilmung des Spiels „Until Dawn“, bei der er wie bereits erwähnt die Rolle des Dr. Hill eingesprochen hatte.
Regie
Jon Watts schrieb am Drehbuch mit und lieferte bereits 2010 einen Kurzfilm mit dem Titel „Clown“. 2014 folgte der Langfilm, weiters der Thriller „Cop Car“ mit Kevin Bacon in der Hauptrolle. Anschließend arbeitete er für Marvel und drehte „Spiderman: Homecoming“ sowie „Spiderman: Far From Home“ und „Spiderman: No Way Home“. Seine aktuellen Projekte sind „Wolfs“ mit George Clooney und Brad Pitt in den Hauptrollen, sowie zwei Folgen von „Star Wars: Skeleton Crew“.
Nachbearbeitung
2014 war dieser Film ein eher unbeachteter Genrefilm, der direkt auf DVD/Bluray veröffentlicht wurde. Keine großen Namen zu der Zeit machten Clown zu einem Insidertip. Nachdem Watts Spiderman übernahm, wurde der Film „wiederentdeckt“. Im Vergleich zu Massenware, die aktuell Blumhouse auf den Markt wirft, ist Clown eine Genreperle. Der Plot vom gehäuteten Dämon ist zumindest nicht weniger absurd wie Kinobeiträge der letzten Jahre: „Bagman“ oder „Imaginary“. Clown ist wenigstens ehrlich und kein Versuch schnell ein paar Dollar abzugreifen.
Kritisch ist allerdings zu sehen, dass auf dem Cover Eli Roth als Regisseur und Produzent präsenter ist als Watts.
Musik
Neben einigen Traditionals und „Clown“-Hymnen aus vergangenen TV- und Werbezeiten findet sich sogar ein Song von Nirvana im Soundtrack: „Everybody Loves A Clown“. Weitere Songs stammen von Neil Sedaka und Gods of Fire.
Filmkritk
Fazit
Jeder fängt mal klein an, aber Jon Watts erster Langfilm ist eine zu Unrecht wenig bekannte Genreperle. Wer blutigen Slasher à la Terrifier sucht, oder einen schlechten Klon von Pennywise, ist falsch. Doch wenn ich die Wahl habe, noch einmal „Bagman“ oder zehn Mal „Clown“ zu sehen, muss ich sagen: schickt den Clown rein!

