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Filmkritik: Backcountry – Gnadenlose Wildnis

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
30. Mai 2026
in Filme, Kritiken
0
Backcountry - Gnadenlose Wildnis szenebild

© Pandastorm

Backcountry – Gnadenlose Wildnis Kaufen/Streamen:
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Wenn eine Anwältin und ein Gärtner sich für eine Wanderung im Nationalpark entscheiden, scheint ein romantisches Wochenende vorprogrammiert. Doch dann crasht ein Schwarzbär ihre Party. Die Wildnis kennt keine Gnade, und zwei Städter sind eine willkommene Mahlzeit.

Story/Inhalt

Jenn ist eine aufstrebende Anwältin, ihr Freund Alex ein Gartenplaner mit vollem Auftragsbuch. Um aus dem Alltag auszubrechen, überredet Alex Jenn zu einem Wandertrip in einem Nationalpark. In typischer Großstadtmanier nimmt Jenn einige Dinge mit, über die Alex nur lächeln kann. Im Nationalpark angekommen, erfährt Alex allerdings, dass seine geplante Route für die Saison bereits gesperrt ist. Trotzdem ziehen sie los, fahren mit einem Kajak den Fluss runter und beginnen ihre Wanderung. Am ersten Lagerplatz treffen sie auf den etwas seltsamen Wanderer Brad, der mit ihnen einen Fischfang teilt und dann seiner Wege geht. Alex, in bester Manier, hat Karte und Hinweise des Parkrangers ignoriert, sodass sich die beiden natürlich verlaufen. Doch das ist nicht das Schlimmste: sie sind im Revier eines Schwarzbären, der ihr Camp überfällt.

Schauspieler

Jeff Roop spielt Alex. Eigentlich will er den Trip nutzen, um Jenn einen Heiratsantrag zu machen. Doch abgesehen von seinem fahrlässigen Verhalten bezüglich der Ausrüstung, weist er auch jede weitere Hilfe zurück – egal ob vom Ranger, durch die Annahme einer Karte, oder dem Angebot von Brad sie zu begleiten. Zu allem Überfluss war er selbst seit über zehn Jahren nicht mehr im Nationalpark, doch das offenbart er Jenn erst, als sie bereits tief in die Wildnis gewandert sind.

Missy Peregrym (Out Come the Wolves) spielt Jenn. Eigentlich ist ihr Camping ein Graus, doch sie lässt sich von Alex überreden. Sie wäre auch willens eine Karte mitzunehmen oder sich von Brad helfen zu lassen, doch das lässt Alex Ego nicht zu. So ist sie plötzlich in der Wildnis gefangen, mit einem Schwarzbären an den Fersen und nur ihrem Willen zwischen sich und dem sicheren Tod.

Eric Balfour (Unhinged) spielt Brad. Was er im Park wirklich macht, bleibt unklar. Er taucht aus dem Nichts auf, bietet dem Paar Hilfe und Essen an, und geht seiner Wege als Alex sich aggressiv gebärdet. Danach taucht er nicht wieder auf.

Regie

Adam MacDonald spielte in Filmen wie „Wolves“ oder Thanksgiving mit, steht aber mehrheitlich hinter der Kamera. Backcountry war sein erster Langfilm, dem weitere Horror- und Survivalfilme folgten. Hier geht ein Bär auf Menschenjagd, in späteren Filmen entweder messerschwingende Verrückte oder Wölfe.

Nachbearbeitung

Obwohl der Bär erst relativ spät in Szene tritt, ist die Bedrohung doch schon früher da. Während im ersten Drittel noch der Einfluss von Brads Zwischenspiel die Beziehung des Pärchens dominiert, übernimmt danach die Natur. Obwohl Alex früh Spuren eines Bären entdeckt, sagt er nichts zu Jenn und führt sie weiter – da noch auf klar markierten Wanderwegen. Doch als er schließlich abbiegt, um zu zeigen was für ein Naturbursche er ist, besiegelt er sein Schicksal. Spätestens als er vorgibt, ein Waschbär habe ihre Vorräte vom Baum geholt, hätte er umdrehen sollen. Aber stattdessen ziehen sie weiter, obwohl er keinen Plan hat, wo sie sind. Als es dann auffällt, da sie plötzlich statt an einem See auf einer Klippe stehen, ist es zu spät umzudrehen, da jede Orientierung fehlt und in jede Richtung nur Bäume und Berge zu sehen sind. Im finalen Drittel steht die Flucht vor dem Bären im Vordergrund.

Musik

Drei Songs kommen vor. Vielleicht hätte Musik den Bären verschreckt… was war damals populär? Kanye West (Gold Digger), Gwen Stefani (Hollaback Girl) … das hätte doch sicher den Bären vertrieben, oder dazu gebracht sich von einer Klippe zu stürzen

Filmkritk

Fazit

6.2 Ergebnis

Ein Survival-Thriller mit Bär, der gut gespielt und spannend ist. Wie bei „Der weiße Hai“ ist die Präsenz des Bären schon lange da, bevor er zum ersten Mal in Szene tritt. Doch dann kennt die Natur keine Gnade. Gut genährte Bürotypen mit Angstgeruch – das ist „Running Buffet“ für ihn. Und der Beweis, dass es nicht ein Grizzlybär sein muss.

Fazit

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Tags: Horror
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