Jingle Bells, Jingle Bells, Zombies on the Way. Der Titel des Covers sagt eigentlich alles über diesen Film aus. Untote Ghuls zu Weihnachten mit wenig festlichen Absichten.
Story/Inhalt
Ein blutverschmierter Hausmeister torkelt in eine Bar mit einigen Zombies im Schlepptau. Der gerade entlassene Campus-Polizist Sam Sheriff sieht eine Möglichkeit zu Ruhm und Respekt zu kommen, wenn er den Fall löst. Zusammen mit dem Barkeeper, einem Stammgast und einem Gefangenen, den er nicht im Auto lassen kann, untersuchen sie das Labor von Professor Hildencress. Als sie von Zombies überfallen werden, sind sie die letzte Hoffnung den Ausbruch einzudämmen, bevor die Magnetschlösser sich am Morgen wieder öffnen und die Untoten auf die Welt loslassen.
Schauspieler
Daniel Rairdin-Hale ist Schauspieler und Regisseur mit überschaubarer Vita. Er spielt den Hausmeister, der nicht mal einen Namen hat. Hanlon Smith-Dorsey spielt den Stammgast Tom, der die Mehrheit des Films Alkohol in unterschiedlichen Formen zu sich nimmt. Yosh Hayashi will als Sam Sheriff seinen alten Job zurückbekommen, indem er zum Helden wird. Ben Hopkins spielt den Barkeeper, der zusammen mit Tom sich selbst ein Bild von der Sache machen will. Michael Kennedy spielt Professor Hildencress, der mit seinem Experiment alles auslöst. Jessica Denney spielt die Wachhabende des Dienstpersonals, die immer abnimmt, wenn man versucht die Polizei zu rufen, um den Fall zu klären, bevor die Polizei belästigt wird (Scherzanrufe von Studenten sind wohl Standard).
Dazu kommt eine ganze Truppe von Studenten, die Hildencress zu Hilfe rief, um die Sache einzudämmen, so aber die Horde vergrößerte, und natürlich die Leichen, die wieder lebendig wurden. Dazu ein Campus-Weihnachtschor.
Keiner der Namen sagt Ihnen als Leser was? Keine Sorge, mir vor dem Film auch nicht und in Anbetracht der Vita der genannten ist es unwahrscheinlich, dass man geplant einem der Darsteller begegnet.
Regie
Joe Zerull setzt den Weg der unbekannten Namen fort. Einige Kurzfilme und zwei Folgen einer Serie von 2020 stehen in der Vita. Dieser Weihnachtsfilm schafft wenig weihnachtliche Stimmung und ist auch ein wenig nachhaltiger Eintrag in das Genre der wandelnden Untoten. Regietechnischer hat der Film nicht allzu viel zu bieten was Gesamtbild, Umsetzung oder Kreativität betrifft. Ein Fall von Nekrophilie blenden wir mal aus, denn er wirkt wie so vieles im Film einfach fehl am Platz. Die Idee, dass Alkohol die Ausbreitung und Infektion verhindert, ist ganz nett, aber nicht stimmig.
Nachbearbeitung
Hier werden die Toten lebendig, weil ein Wissenschaftler mit Zombieschnecken experimentiert und nach vielen Fehlversuchen endlich erfolgreich ist – dass die Zombies aber hinter ihm, seinen willigen Helfern und nicht zuletzt dem Hausmeister her sind, war wohl nicht geplant.
Die Untoten sehen solide aus, mit Blut wird nicht gespart. Allerdings endet hier das Positive bezüglich der Zombies.
Die Beleuchtung ist oft schlecht, um Mittel zu sparen und fehlende Ausstattung zu verbergen.
Musik 0/10
Selbst die beste Musik der Welt könnte hier nicht helfen.
Filmkritk
Fazit
Nicht das Geschenk, das man zu Weihnachten unterm Baum finden will. Selbst für Genrefans keine Perle. Die Comedy kommt zu kurz, die Zombies auch. Da bleibt nur zu hoffen, dass die angeteaserte Fortsetzung „Zombies at New Year‘ Eve“ niemals aus dem Grab kriecht.


