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Filmkritik: Spider-Man: Brand New Day

von Brijan Wilson
3. August 2026
in Filme, Kritiken
0
Spider-Man Brand New Day szenebild

©2026 CTMG. All Rights Reserved. MARVEL and all related character names: © & ™ 2026 MARVEL.

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Spider-Man: Brand New Day markiert einen Neuanfang für Peter Parker. Seit Doctor Strange alle vergessen lassen hat, wer er ist, fühlt er sich allein, sehnt sich nach zwischenmenschlicher Bindung und verbringt seinen gesamten Alltag damit, als Spider-Man Verbrechen auf den Straßen von New York nachzugehen. Eines Tages begegnet ihm jedoch eine Bedrohung, der er nicht allein entgegentreten kann.

Story

Seit die Welt vergessen hat, wer Peter Parker (Tom Holland) ist, verbringt dieser seinen gesamten Alltag damit, seine Spider-Man-Ausrüstung zu perfektionieren und der Polizei dabei zu helfen, Verbrecher zu jagen. Dabei spricht er sich regelmäßig mit Detective Jean DeWolff (Liza Colón-Zayas) ab und baut eine freundschaftlich-geschäftliche Beziehung zu ihr auf. Durch die viele Arbeit hat er weniger Zeit, seinen Gedanken an MJ (Zendaya) und Ned (Jacob Batalon) nachzugehen, die er schrecklich vermisst, die ihr Leben jedoch nun ohne ihn führen.

Drei lange Jahre vergehen, in denen Peter zahlreiche Verbrecher wie Scorpion (Michael Mando) und Tombstone (Marvin Jones III) hinter Gitter bringt, während MJ und Ned das MIT in Cambridge besuchen. Regelmäßig schaut Peter sich ihre Videos in den sozialen Netzwerken an und leidet dabei sehr unter seiner anhaltenden Liebe für MJ. Als die beiden nach ihrem Abschluss nach New York zurückkehren, besucht er sie bei ihrer Housewarming Party und gibt sich als Nachbar aus. Das Glück, das er spürt, als er die beiden wiedersieht, verfliegt jedoch schnell, als er MJ mit ihrem neuen Freund sieht. Währenddessen kämpft er mit mysteriösen Veränderungen seines Körpers. Deshalb bittet er Bruce Banner (Mark Ruffalo), besser bekannt als Hulk, um Hilfe. Gemeinsam gehen sie gegen eine böse Macht mit ungeahnten Kräften vor, die die Einwohner New Yorks heimsucht, sich aber im Verborgenen hält. Weitere präsente Charaktere sind Frank Castle (Jon Bernthal), besser bekannt als Punisher, Bill Metzger (Tramell Tillman) und eine von Marvel geheim gehaltene Rolle, die von Sadie Sink verkörpert wird.

Für mich hat die Geschichte viele Stärken. Spider-Man wird erwachsen, und genau das weiß dieser Film effektiv zu transportieren. Die Tonalität ist erfrischend ernst, teilweise sogar hoffnungslos und die Atmosphäre wirkt intimer und bodenständiger im Vergleich zu den letzten Spider-Man-Ablegern. Die Geschichte dreht sich nicht um Ereignisse, die das gesamte Universum verändern könnten, sondern lässt uns in Peter Parkers Psyche eintauchen und seine Suche nach Identität und zwischenmenschlicher Verbindung aus seiner Perspektive erleben.

Schauspieler

Tom Holland spielt nun in seinem vierten Solo-Film Spider-Man und zeigt sich verletzlicher als je zuvor. Jedes Hindernis, das seine Feinde oder die Stadt und ihre Einwohner ihm entgegenwerfen, zeigt Wirkung und versetzt Peter in eine Spirale aus Hoffnungslosigkeit, Identitätssuche und Selbstzweifeln, die Tom Holland überzeugend auf die Leinwand bringt. Ich würde sogar so weit gehen, dass dies die beste schauspielerische Leistung seiner Karriere ist.

Zendaya (Dune Part II) spielt MJ, die ein neues Leben und einen neuen Freund hat, sich jedoch nicht mehr daran erinnern kann, wer Peter ist. Auch sie zeigt sich ungewohnt nachdenklich und verletzlich, was sie sehr überzeugend spielt. Wie Tom Holland ist sie in diesem Sommer in „Die Odyssee” zu sehen. Doch in „Spider-Man: Brand New Day” konnte sie mich mehr mitreißen.

Jacob Batalon (Mr. No Pain) spielt erneut Ned, den ehemaligen besten Freund von Peter, der sich jedoch ebenfalls nicht mehr an ihn erinnern kann. Seine Bedeutung für die Geschichte ist zwar geringer als die von MJ, aber mit seinem gewohnt ungewöhnlichen Humor und viel Herz bekommt er dennoch einige wirkungsvolle Momente, die dank seiner guten Leistung gut funktionieren.

Tramell Tillman, bekannt aus der Serie Severance, und Sadie Sink, bekannt aus Stranger Things, gehören für mich zu den schauspielerischen Highlights des Films, aber ich werde spoilerfrei bleiben und nicht weiter auf ihre Rollen für die Geschichte eingehen.

Außerdem taucht ein Charakter auf, der im Marketing nicht angedeutet wurde und eine starke Szene in einem Badehaus hat. Auch diese schauspielerische Leistung möchte ich hervorheben.

Jon Bernthal als Frank Castle, Mark Ruffalo als Bruce Banner und der restliche Cast machen einen soliden Job, konnten mich aber nicht so sehr begeistern, wie die oben genannten Charaktere und Darsteller. Dennoch haben auch sie eine gute Chemie mit Peter Parker, von der die Geschichte profitiert.

Regie

Regisseur Destin Daniel Cretton hat zuletzt mit Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings bereits bewiesen, dass er gute Action im Marvel-Universum inszenieren kann. Bei Spider-Man: Brand New Day lagen möglicherweise weniger kreative Entscheidungen bei ihm, denn seinen persönlichen Fingerabdruck sieht man nur phasenweise, doch sobald auf engem Raum gekämpft wird, ist seine Regie und Zusammenarbeit mit Stuntkoordinator Peng Zhang unbestreitbar stark. Zudem haben mir diverse Zeitlupen in den Actionsequenzen sehr gut gefallen, von denen ich grundsätzlich nicht genug bekommen kann.

Auch sein Gespür für einen flüssigen Erzählrhythmus und die gelungene Balance aus einem niedergeschlagenen, erwachsen werdenden Spider-Man und auflockernden humorvollen Momenten, wenn er mit anderen Charakteren interagiert, funktionieren hervorragend. Dadurch wirkt der Film niemals chaotisch, keine Figur fehl am Platz oder der Geschichte nicht dienlich, und alles fügt sich besonders zum Ende hin zu einem stimmigen Ganzen zusammen.

Nachbearbeitung

In der Nachbearbeitung überzeugt der Film mit einem homogenen Schnitt von Nat Sanders, Gina Sansom und Harry Yoon. Mit Nat Sanders und Harry Yoon arbeitete Regisseur Destin Daniel Cretton bereits für seine vorherigen Filme zusammen. Das Sounddesign ist ebenfalls sehr gelungen und die Spezialeffekte gehören zu den besten des gesamten Spider-Man-Franchises. Verantwortlich für die visuellen Effekte zeichnet sich Jerome Chen, der bei The Amazing Spider-Man und The Amazing Spider-Man 2 nun von Regisseur Destin Daniel Cretton ins Marvel-Universum zurückgeholt wurde. Allen voran die Momente, in denen Peter durch New York schwingt, sehen sowohl in Weitwinkelaufnahmen als auch in Close-ups, fantastisch aus und lassen den Zuschauer förmlich den Wind in den eigenen Haaren spüren. Der Übergang vom CGI-Double zu Tom Holland ist bei der Landung nach dem Schwingen so elegant wie ich es selten gesehen habe. Auch die Kampfsequenzen mit zahlreichen Explosionen, Zerstörungen und Zeitlupen konnten mich zufriedenstellen.

Musik

Die Originalmusik von Michael Giacchino (The Fantastic Four: First Steps) passt sich sehr gut an die Geschichte an, weil sie besonders in Peters emotionalen Momenten mit klavierlastigen Klängen die Atmosphäre wunderbar unterstützt und eine große Wirkung entfaltet. In den actionreichen Momenten wird sie deutlich pompöser, was ebenfalls stimmig war.

Der Soundtrack wartet mit einigen positiven Überraschungen auf, wie I’m Every Woman von Chaka Khan, Loser von Tame Impala und Wolf Like Me von TV On The Radio. Dennoch fügt sich nicht jedes Lied reibungslos in die Geschichte ein, wie beispielsweise EoO von Bad Bunny, der für mich deplatziert wirkte.

Filmkritk

Fazit

8.4 Ergebnis

Spider-Man: Brand New Day ist genau der Neuanfang für Spider-Man, den ich mir gewünscht habe. Die Geschichte ist die emotionalste, persönlichste und erwachsenste aller vier Filme mit Tom Holland, und rückt Peter Parkers innere Konflikte in den Mittelpunkt. Die Balance der verschiedenen Tonalitäten gelingt wirkungsvoll und Tom Holland liefert für mich die beste Leistung seiner Karriere ab. Regisseur Destin Daniel Cretton beweist besonders über den Dächern New Yorks sowie in zahlreichen Actionsequenzen sein Gespür für Dynamik und Inszenierung. Auch technisch überzeugt der Film mit hervorragenden Spezialeffekten und einem stimmungsvollen Sounddesign und ist für mich einer der besten Spider-Man-Filme aller Zeiten.

Fazit

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  • Schauspieler 0
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  • Nachbearbeitung 0
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Spider-Man: Brand New Day Trailer

Tags: AbenteuerfilmActionfilm
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Spider-Man 4 Filminfos




    • Veröffentlichung: Juli 2026

    • Länge: 145 Minuten

    • Altersfreigabe: FSK 12

    • Verleih: Sony Pictures

    • 38. Spielfilm des MCU



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