Erneut spielt Jason Statham einen zurückgezogen lebenden Elitesoldaten, der gezwungen ist, unter den „Bösen“ aufzuräumen. Dieses Mal nicht als Beekeeper, sondern als Leuchtturmwärter.
Story/Inhalt
Mason lebt als Leuchtturmwärter auf einer schottischen Insel. Sein einziger Kontakt ist das Boot, dass ihn mit Vorräten versorgt, und sein Hund. Die Nichte des Bootsführers versucht gegen seinen Willen Kontakt mit ihm aufzunehmen, was er deutlich ablehnt. Doch als das Boot in einem Sturm kentert, rettet er das Mädchen. Da sie sich verletzt hat, ist er gezwungen für Medikamente und Verbandsmaterial in die Stadt zu fahren. Prompt nimmt ihn die Videoüberwachung auf und identifiziert ihn als gesuchten Terroristen. Allerdings mischt Mason das entsandte Sondereinsatzkommando auf und flieht mit Jessie.
Die neue Geheimdienstchefin untersucht den Fall daraufhin genauer und stellt fest, dass Mason eine Leiche im Keller ihres Vorgängers ist. Während sie versucht die Wahrheit zu rekonstruieren, will der diesen Makel aus seiner Vergangenheit um jeden Preis ausmerzen, und dabei den Ruf seiner Nachfolgerin etwas schädigen, um seine Rückkehr auf den Chefsessel zu beschleunigen.
Mit einem weiteren Elitekommando auf den Fersen, versucht Mason Jessie einen Ausweg aus dem Ganzen zu ermöglichen. Doch sie hat nicht die Intention, Mason zu verlassen.
Schauspieler
Jason Statham (Meg) spielt erneut seine Musterrolle als grantiger, wortkarger Elitesoldat, in dem doch ein Herz schlägt. Dank seiner überlegenen Fähigkeiten, der Hilfe eines Freundes und einiger Gefallen gelingt es ihm, das Mädchen in Sicherheit zu bringen und seinem ehemaligen Chef gehörig in die Suppe zu spucken.
Bodhi Rae Breathnach (Hamnet) spielt Jessie. Ihre ersten Kontaktversuche scheitern, doch mit der Zeit lernt Mason sie zu akzeptieren. Nach dem Tod ihrer Eltern, und ihres Onkels auf dem Boot, ist Mason ihre letzte Kontaktperson zu ihrem alten Leben.
Bill Nighy (Das erste Omen) spielt Manafort, den ehemaligen Chef des Geheimdiensts. Er wartet nur darauf, seinen Posten wieder einnehmen zu können. Doch seine Nachfolgerin schlägt sich besser, als er erwartet hat. Leichen hat er genug im Keller, doch das Auftauchen von Mason ist auch eine Chance ein paar lose Enden zu kappen. Doch Mason erweist sich als härterer Brocken, als Manafort angenommen hat. Seine aktuell begrenzten Mittel machen ihm das Leben zusätzlich schwer.
Regie
Ric Roman Waugh (Greenland) bringt hier einen typischen Agentenfilm auf die Leinwand. Mason ist untergetaucht und hat nicht vor, wieder aufzutauchen, bis ihm eine freundliche Geste dabei hilft. Dann eskaliert alles sehr schnell, aber vorhersehbar. Der Nachfolger von Mason im Programm ist zwar jünger, aber nicht ganz so talentiert, sodass Mason relativ sicher von A nach B kommt und eine Rache planen und umsetzen kann. Natürlich schlägt Mason am Ende bei Manafort zu Hause auf und klärt ihre Meinungsverschiedenheit ein für alle Mal.
Nachbearbeitung
Die Fallen, die Mason um seinen Leuchtturm platziert hat, sind ganz nett und schalten das Elitekommando relativ zügig und effizient aus. Einer der Soldaten begeht den ultimativen Fehler und tötet Masons Hund – spätestens seit John Wick wissen wir, dass das echt eine saudumme Idee ist.
Die totale Überwachung mit Kameras und einem hochentwickelten System funktioniert natürlich nur dann perfekt, wenn es Mason nicht zu sehr schadet. Am Land macht es noch Sinn, dass er sich gut entziehen kann. Aber es ist etwas unglaubwürdig, dass er erst am Club, in dem er erkannt werden will, vom System erfasst wird, als er nach London fährt, um Papiere für Jessie zu einem Menschenhändler zu beschaffen.
Musik
Manafort hört natürlich Opern. Des Weiteren werden acht Tracks verwendet, die meisten davon im Nachtclub als Hintergrundmusik.
Filmkritk
Fazit
Leider nur ein „Agent wird von der Vergangenheit eingeholt“-Film von der Stange, ohne große Überraschungen oder Wendungen. Statham spielt gefühlt immer dieselbe Rolle, Nighy liefert mit 77 eine gute Leistung, und Breathnach hat noch eine lange Karriere vor sich.

