Eigentlich sollte der Hochzeitstag der schönste Tag im Leben der Braut sein. Doch wenn die Familie zum rituellen Spieleabend lädt, und das Versteckspiel zur Menschenjagd wird… dann ist es Zeit zu hinterfragen, ob man wirklich Teil der Familie sein will.
Story/Inhalt
Grace ist die glückliche Braut, die die Familie hinter dem Spieleimperium der Le Domas erweitern soll. Die etwas exzentrische Familie hat ihre Makel, doch die Liebe zu ihrem zukünftigen Mann Alex überwiegt. Nach dem offiziellen Teil soll Grace zu Mitternacht am traditionellen Familienspieleabend teilnehmen. Nach der Klärung der Regeln, zieht sie die Karte zu ihrem Spiel: Verstecken. Allerdings hat die Familie vergessen zu erwähnen, dass es eine blutige Menschenjagd ist. Grace muss bis Sonnenaufgang überleben.
Als Grace sich der Gefahr bewusst wird, will sie sich der Situation nicht einfach ergeben. Die Le Domas haben die falsche Braut unterschätzt. Allerdings stehen sie unter Druck: denn sollte Grace den Sonnenaufgang erleben, fordert der Teufel ihrer aller Seelen. Ready or Not, hier kommt die Braut!
Schauspieler
Samara Weaving (Guns Akimbo, Azrael) spielt die Braut Grace. Vom Schwiegervater unter der Würde der Familie angesehen, von den anderen mehrheitlich ebenfalls von oben herab belächelt, hat sie nur ihrem Mann Alex und dessen Bruder Daniel als Verbündete. Doch als der Morgen näher rückt, wechselt Alex die Seiten und beschwört damit Graces Zorn.
Mark O’Brien (Arrival, Nürnberg) spielt den Bräutigam Alex. Einige Dinge über die Zustände in der Familie Le Domas hat er seiner Braut wohl vorenthalten. Zu Beginn will er sie beschützen, doch als der Morgen näher rückt und er sich der Tragweite des Fluchs bewusst wird, hilft er selbst mit, Grace zu opfern.
Adam Brody (Shazam!, Shazam – Fury of the Gods) spielt Daniel. Der Schwager in spe tut so, als wäre ihm alles scheißegal, was die Familie betrifft – selbst wenn der Pakt ihn ebenfalls töten würde. Seine Verachtung für die Zustände in der Familie ist größer als sein Selbsterhaltungstrieb. Vielleicht ist er von der Schuld getrieben, dass er als Kind vor 30 Jahren den Bräutigam an die Familie verraten hat.
Henry Czerny (Mission Impossible) spielt den Patriarchen der Familie Henry, Andie MacDowell (Und täglich grüßt das Murmeltier) seine Frau Becky. Weitere Familienmitglieder spielen Melanie Scrofano (Wynonna Earp, Star Trek Strange New Worlds), Kristian Bruun (The Recruit, Orphan Black), Elyse Levesque (Lowlifes, Orphan Black) und Nicky Guadagni (Cube, Crash).
Der Butler der Familie Stevens wird von John Ralston (Infinity Pool) gespielt.
Regie
Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett (Abigail) geben den Versteckspielen neue Würze. Sie geizen auch nicht mit Blut, ohne in Splatter zu verfallen (nehmen wir mal aus, wenn jemand explodiert). Die dunkle Comedy in dem Ganzen schwebt über allem in dem Film: ist Tradition wirklich wichtiger als freie Entscheidung? Oder anders: ist der Reichtum das alles wert? Jedes neue potenzielle Familienmitglied einer Prüfung zu unterziehen, bei der der mystische Gönner über Leben und Tod „spielt“? Grace scheint würdig, denn sie spielt nicht nur die zahlenmäßig überlegene Familie aus, sondern punktet auch mit eisernem Willen.
Nachbearbeitung
Der Reichtum der Le Domas fußt aus dem Verkauf von Spielen. Allerdings sind alle Mitglieder auf ihre Art und Weise abgehoben: die angeheirateten Mitglieder sind des Geldes wegen beigetreten, die geborenen Le Domas sind kaum besser. Die Tante, bei der der Erwählte vor 30 Jahren beim Versteckspiel scheiterte, ist eine verschrobene Jungfer. Die jüngste Tochter eine verzogene, weinerliche Göre. Alex ein Opportunist, sein Bruder Daniel der Einzige, der sich ein bisschen Menschlichkeit gewahrt hat. Die Kinder, noch zu jung am Spiel teilzunehmen, würden aber nur zu gerne am Schlachtfest teilnehmen und jagen Grace mit derselben Hingabe wie die Erwachsenen.
Der Fluch der Le Domas basiert auf einem Pakt, den der Urgroßvater mit dem Teufel schloss. Wie viele andere reiche Familien sind auch sie dazu gezwungen, das Spiel zu spielen. Scheitern sie, sterben alle initiierten Familienmitglieder einen grausamen Tod. Wie Patriarch Henry erwähnt, ereilte die Vanderbilts dieses Schicksal.
Gegen Ende erhascht Grace einen Blick auf eine Entität, die wohl den Vorfahren Le Domas repräsentiert. Also ist es nicht nur eine leere Tradition.
Musik
Statt auf 100 zu zählen, spielt Henry eine Schallplatte ab. Ready or Not – das geht ins Ohr. Bei der Hochzeit wird „Love me Tender“ gespielt, und Butler Stevens pfeift, singt und hört diverse Opern.
Filmkritk
Fazit
Ein unterhaltsames Versteckspiel der besonderen Art. Wer hätte gedacht, dass eine Hochzeit so eine Wendung nehmen kann.


