Ein ruhiger Nachmittag in New England. Allerdings ist der Großteil der Menschheit zu Zombies geworden und die beiden Protagonisten sind nur hier draußen, weil die Chance, hier einem Zombie zu begegnen, geringer ist. Ihr Umgang mit der Situation könnte nicht unterschiedlicher sein.
Story/Inhalt
Ben und Mickey spielten an ihrer Universität Baseball als ein Virus die Menschen in Zombies verwandelt. Nachdem sie einige Zeit in einem Haus gefangen waren, konnten sie entkommen und streifen seither durchs ländliche New England. Während Ben mit seinem Vollbart und den langen Haaren wie ein grober Klotz wirken könnte, ist er doch der Anführer des Teams: er kümmert sich um die Versorgung, die Unterkunft und schaltet bei Bedarf Zombies mit dem Baseballschläger oder der Pistole aus. Wenn die Moral bröckelt, und die Situation es erlaubt, werfen oder schlagen sie sich ein paar Bälle zu. Mickey ist das Gegenteil: er wirkt zwar mit seinem Kurzhaarschnitt und der anhaltenden Rasur zivilisierter, kommt jedoch schlechter mit allem klar. Die meisten Entscheidungen von Ben akzeptiert er widerspruchslos, am liebsten flieht er in seine eigene Welt, indem er seinen Discman benutzt. Alle Versuche ihm Fähigkeiten zum Überleben zu vermitteln, lehnt Mickey freundlich, aber bestimmt ab.
Als sie beim Haus von Mickeys Freundin ankommen, zerschlägt sich die Hoffnung von Mickey. Das Viertel ist verlassen. Wenigstens werden sie mobil, indem sie den Volvo der Familie nehmen. Im Haus hat Mickey auch einige Batterien gefunden, Ben konnte in der Garage zwei Funkgeräte sicherstellen. Obwohl Mickey die Batterien für den Disman nutzen will, steckt er sie doch einmal in die Funkgeräte. Und prompt bekommen sie Funkverkehr anderer Überlebender rein. Diese machen jedoch klar, dass sie keinen Kontakt wünschen. Ben und Mickey sind nicht willkommen. Mickey hat sich aber bereits mental in Annie verliebt.
Während die beiden weiterziehen, fasst Ben den Entschluss, dass Mickey mehr Verantwortung übernehmen soll – vor allem soll sie Zombies töten, was sie bisher immer Ben überlassen hat. Durch freundschaftliche Strenge macht Mickey erste Fortschritte. Als sie ein liegengebliebenes Fahrzeug entdecken, dessen Motor noch warm ist, wird dies deutlich. Prompt wird Mickey von dem Fahrer als Geisel genommen, was Ben auflösen kann. Kurz darauf tauchen zwei Überlebende auf, die nur ihren Besitz zurückwollen. Ben verhandelt seinen wackligen Burgfrieden mit den beiden, bis zufällig der Name der Frau fällt: Annie. Mickey spricht sie voller Hoffnung an, was aber dazu führt, dass Ben angeschossen wird und die beiden Freunde von den Plünderern zurückgelassen werden.
In der Nacht taucht eine Zombiehorde auf, die den Volvo einkreist. Mit begrenzten Vorräten sind sie nun in dem Auto gefangen, die Schlüssel liegen irgendwo in der Nähe im Feld und Bens Verletzung macht es unmöglich sich den Weg freizukämpfen. Alles hängt von Mickey ab – oder beide werden hier verhungern und verdursten.
Schauspieler
Jeremy Gardner (Spring – Love is a Monster, Christmas Bloody Christmas) spielt Ben. Ehemals erster Baseman hat er gewisse Führungsqualitäten und auch Kenntnisse zum Überleben. Er macht zu Beginn den Hauptteil der Arbeit und hält in einem Tagebuch auch fest, wer was erledigt hat. Mickeys Seite ist noch leer. Er hat sich damit arrangiert, dass es wohl keine Rettung gibt, und macht das Beste aus der Sache. Wenn Mickey verzweifeln will, lenkt er ihn mit einem Baseballspiel ab. Allerdings kommt er schließlich zur Schlussfolgerung, dass Mickey erwachsen werden muss und erledigt das mit einer guten Mischung aus Strenge und Nachsicht. Aber als Mickeys Leichtsinn ihm eine Schusswunde einbringt, und sie im Auto eingeschlossen sind, ist es mit dem Spaß vorbei. Nun muss Mickey alles allein hinbekommen.
Adam Cronheim (Red Spring) spielt Mickey. Im Baseballteam war er nur Ersatzmann, was seiner Lethargie zuzuschreiben ist. Am liebsten würde er nur hinter Ben hertrotten, der alles regelt, und seine Musik hören. Er verliert sich in Tagträumereien und malt sich aus wie Annie wohl sein könnte. Obwohl klargestellt ist, dass die Gemeinschaft keine weiteren Leute aufnehmen will, hält Mickey an dem Gedanken fest. Nachdem sein Leichtsinn sie zu Gefangenen im Auto macht, verbringt er die ersten Tage damit zu rauchen, sich zu beschweren und zu betrinken. Dabei ist Ben wegen seinem Leichtsinn und der Naivität zu seiner Schusswunde gekommen und eingeschränkt. Wenn Mickey seinen Hintern nicht hochkriegt, ist alles vorbei.
Niels Bolle spielt Flüchtling Jerry, auf den Ben und Mickey treffen, bevor Ben angeschossen wird. Er hat die Gemeinde unerlaubt verlassen, um seine Familie zu suchen, und wird von Ben erschossen, als er Mickey bedroht.
Alana O’Brien spielt Annie, Jamie Pantanella spielt ihren Security Egghead.
Regie
Jeremy Gardner führt auch Regie. Das erste Drittel des Films zeigt die Beziehung zwischen Ben und Mickey auf, im zweiten Drittel beschließt Ben, dass Mickey sich endlich anpassen muss, und das Finale wird zum Kammerspiel auf dem Rücksitz des Volvos, der als Schlafplatz, Lager und Wohnzimmer dient. Die Erzählgeschwindigkeit und die Ausstattung passen sehr gut. Um die Kosten zu drücken, wird lange davon abgesehen, Zombies in Gruppen zu zeigen. Das ländliche Gebiet erklärt, warum sie nur vereinzelt auftreten.
Nachbearbeitung
Die Zombies sind gut gemacht, wobei mit viel Tricks ihre Bildschirmzeit kurzgehalten wird. So marschiert die Horde nachts an, und die beiden Gefangenen verhängen die Fenster dann mit Decken und Karten in der Hoffnung, dass die Horde das Interesse verliert.
Es ist mehr ein Charakterspiel als ein Zombiefilm. Ben zerrt Mickey der Freundschaft wegen mit, obwohl Mickey zu Beginn nichts beiträgt. Ben bringt eine gewisse Cowboy- und Trapper-Mentalität mit, was gut in die Welt passt. Mickey hingegen ist ein naiver Träumer, der glaubt der Alptraum endet, wenn er nur die Augen schließt und seine Musik hört. Er verliert sich auch in Träumen an Annie, die er nur von der Stimme her kennt, und an die Zeiten in dem Haus direkt nach dem Ausbruch. Da waren sie zwar gefangen, aber Mickey konnte in Sicherheit in seine Traumwelten fliehen. Hier, auf der Straße, könnte an jeder Ecke ein Zombie lauern.
Zuletzt ist das Auftreten der Gemeinde verständlich. Sie sind sich wohl bekannt, zumindest haben sie sich gegen die Zombies zusammengeschlossen. Jeder hat seine Aufgaben und Pflichten. Sie führen beinahe ein normales Leben. Als plötzlich unbekannte Personen reinfunken, ist ihre Ablehnung klar. Sie kennen die Neuen nicht, wissen nicht was sie beitragen können, oder ob sie nicht bereits infiziert sind. Darum machen sie klar, dass die Männer nicht nach ihnen suchen sollen. Als sie zufällig aufeinandertreffen, sind die Bedingungen klar ausgehandelt zwischen Annie und Ben. Aber Mickey stört mit seinem Vorstoß den Frieden, indem er die zuvor vereinbarten Regeln bricht, und ausgerechnet Ben fängt sich dafür eine Kugel.
Musik
Zwölf Songs finden Verwendung. Country, Rock und Blues untermalen die Szenenbilder. Mickey hört auf seinem Discman eher Pop, wobei er von den CDs abhängig ist, die er unterwegs zufällig findet.
Filmkritk
Fazit
Ohne die Batterien für die Funkgeräte wären sich die vier Leute begegnet und ohne Probleme ihrer Wege gegangen. Doch Mickeys Naivität und Hoffnung, dass in einer Gemeinde alles normal werden könnte, zerstören diesen Traum. Vieles erinnert an die dritte bis fünfte Staffel von „The Walking Dead“, was auch im deutschen Promotionstitel zu erkennen ist (inklusive der Schriftweise des A in Dead mit dem Untoten).

