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Filmkritik: A Breath Away

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
26. April 2026
in Filme, Kritiken
0
A Breath Away szenebild

© WVG Medien GmbH

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Unter der Erde lauert der Tod: eine Erdbebenserie verheert Europa und zeigt die Abgründe der Gesellschaft, die sich auftun, wenn die normale Ordnung von einem Moment auf den anderen verschwindet.

Story/Inhalt

Sarah muss aufgrund einer seltenen Krankheit in einer hermetischen Glasblase leben. Ihre Eltern Mathieu und Anna planen einen Umzug in ein Institut, in dem die Krankheit erforscht werden kann, da die Ausstattung und der Betrieb der Umgebung ihre Ersparnisse aufgefressen hat und die Beziehung zwischen den beiden entlastet.

Als eine Erdbebenserie beginnend von Dänemark nach Südwesten zieht, bricht der Boden auf und überflutet die Straßen bis etwa auf Höhe des dritten Stockwerks mit einem grünen Gas, das beim Einatmen tödlich wirkt. Mathieu und Anna konnten sich gerade noch in das Dachgeschoss retten, doch Sarah ist nun in der Glasblase gefangen, deren Batterie für etwa einen Tag reicht.

Mit Hilfe des Sauerstoffgeräts eines Nachbarn kann Mathieu die Gegend erkunden und trifft auf einen Soldaten, der vom Chaos berichtet. Eine Evakuierungszone auf höher gelegenem Gebiet ist zwar in Sichtweite, doch die Eltern wollen ihre Tochter nicht zurücklassen. In einem Krankenhaus wollen sie einen Spezialanzug beschaffen, damit Sarah sie begleiten kann. Doch der Nebel beginnt langsam zu steigen, was zu Chaos und Anarchie führt. Außerdem sind Tiere nicht betroffen, sodass wilde Hunde durch die Straßen ziehen. Als die Batterie von Sarahs Glaskapsel immer schwächer wird, müssen die Eltern handeln.

Schauspieler

Romain Duris (Die drei Musketiere – D’Artagnan, Die drei Musketiere – Milady) spielt Mathieu. Obwohl die Beziehung zu seiner Frau kriselt, ist er bereit für Sarah alles zu tun. So wagt er sich in den Nebel, um die Sauerstoffflasche des Nachbarn zu besorgen, erkundet die Umgebung und klettert über die Dächer, um Vorräte zu beschaffen.

Olga Kurylenko (Thunderbolts*, Centurion) spielt Mutter Anna. Während Mathieu Risiken eingeht, will sie zuerst eher auf Nummer sicher spielen. Doch als der Nebel zu steigen beginnt, geht sie auch größere Risiken ein.

Fantine Harduin (Fannys Reise) spielt Sarah. In der Glaskapsel eingeschlossen, kann sie aufgrund ihrer Krankheit nur dort überleben. Mit einem Funkgerät hat sie Kontakt zu ihren Eltern, bekommt aber von den Vorgängen draußen weniger mit. Über Computer ist sie mit Freunden in Kontakt, die an derselben Krankheit leiden.

Regie

Daniel Roby drehte drei Folgen der Serie „Versailles“ und im Anschluss an „A Breath Away“ den Thriller „Most Wanted“. Die Prämisse der Handlung ist gut, und die Umsetzung erreicht mit minimalistischen Mitteln viel. Leider ist der Höhepunkt erreicht, als sie feststellen, dass der Nebel langsam, aber sicher, steigt, sodass Ausharren keine Option ist. Die finale Auflösung ist… nennen wir es einfach. Etwas Deus Ex Machina, als hätte man irgendein (positives) Ende genommen.

Nachbearbeitung

Sarah leidet am Stimberger-Syndrom, was sie zwingt in einer keimfreien Atmosphäre zu leben. Die Selbsthilfegruppe mit anderen Kindern, die an dieser Krankheit leiden, schafft für Sarah ein Gefühl von Gemeinschaft. Die Beziehung ihrer Eltern reibt sich an den Umständen, die die Krankheit macht, auf.

Unklar bleibt ob die austretenden Gase nach der Erdbebenserie nur Europa betreffen oder ob es eine globale Katastrophe ist. Der Bruch beginnt in der Nähe von Dänemark und arbeitet sich, nach einer Fernsehmeldung, bevor die Beben Paris erreichen, nach Südwesten voran. Das entspricht der Bruchlinie der europäischen Platte, die durch Deutschland und die Benelux-Staaten verläuft. Die Menge dieses giftigen Gases ist beachtlich, da es augenscheinlich die gesamte Fläche bis circa 10 Meter über Bodenniveau eindeckt und eine Sicht von nur mehreren Metern erlaubt. Trotzdem sind normale Sauerstoffmasken ausreichend und die Gase reagieren nicht mit der Haut, sondern nur direkt mit den Lungen. Allerdings genügt ein Atemzug für eine tödliche Wirkung. Eine Auflösung bleibt der Film schuldig.

Filmkritk

Fazit

6 Ergebnis

Ein gutes Konzept, dass jedoch nie wirklich Spannung aufbauen kann und die Auflösung schuldig bleibt. Paris als Location funktioniert, wird aber wiederholt verheert. Wenigstens ist dieser Gasausbruch nach einer Erdbebenserie plausibler als Haie im Untergrund. Obwohl…

Fazit

  • Story/Inhalt 0
  • Schauspieler 0
  • Regie 0
  • Nachbearbeitung 0
Tags: Science FictionThriller
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