Michael Biehn hätte so eine große Karriere vor sich gehabt: er spielte Kyle Reese in Terminator und Corporal Hicks in Aliens. Doch irgendwann machte seine Karriere einen Knick, A-Liste war er nie. Und so endete er Anfang der 2000er in einer Serie zwischen Indiana Jones (oder Relic Hunter) und Akte X.
Story/Inhalt
Judson Cross ist ein Abenteurer und Schatzsucher, der zusammen mit seinem Team überall auf der Welt teils archäologische, teils mystische Erkundungen durchführt. Dabei erhält er Unterstützung von der ehemaligen Kommandosoldatin Mackenzie Previn und dem Hacker und Senatorensohn Gabriel Patterson.
Teilweise basieren die 22 Abenteuer auf den Memoiren eines echten Schatzsuchers. Doch die Gratwanderung zwischen Schatzsucher und Akte X ist manchmal mehr hinderlich und lästig als hilfreich.
Schauspieler
Michael Biehn spielt mit Judson Cross einen verbitterten, zynischen Macher. Er will die Schätze zwar vor dem Schwarzmarkt sichern, nimmt aber gerne mal einen Koffer voller Geld der Konkurrenz ab oder besteht auf seinem Honorar, selbst wenn die Ware verloren geht, zerstört wurde, oder nie existierte.
Karen Cliche als Mackenzie Previn ist zu Beginn die knallharte ehemalige Elitesoldatin, die für die Rückendeckung sorgt und eine Ein-Mann-Armee ist. Doch im Verlauf der Serie wird sie immer mehr zum Liebesobjekt, dass körperliche Reize einsetzt und nicht zuletzt, wie ein Seemann in jedem Hafen einen anderen Liebhaber unterhält. Cliche könnte hier für Klischee stehen, denn dazu wird die Rolle im Verlauf der Serie total.
Jesse Nilsson spielt Gabriel Patterson, seines Zeichens Hacker und zufällig Sohn eine Senators. Viel finanzielle Zuwendung, die die Expeditionen ermöglicht, kommt wohl indirekt daher. Als typisches Aristokratensöhnchen, das nicht den vorherbestimmten Weg einhalten will, ist er mehr aus Protest gegen seinen Vater als aus Überzeugung dabei.
Regie
In den 22 Folgen gaben sich nicht weniger als dreizehn Regisseure die Ehre. Die Qualität variiert dabei zwischen 1 bis 3 Folgen, wobei zu Beginn der Serie ein Regisseur eher einen Block von bis zu drei Folgen hintereinander lieferte. Gegen Ende, als klar war, dass es keine zweite Staffel geben wird, wechselte dann jede Folge die Hauptaufsicht.
Nachbearbeitung
Manche Abenteuer sind einfach lächerlich, andere schienen eher in anderen Formate zu passen. Hätte der mystische „Akte-X“-Flair weniger durchgeschlagen, hätte eine solide Abenteuerserie entstehen können. Sie ist es nicht Fisch und nicht Fleisch, wobei der Beginn noch erträglicher ist.
Musik
Es gibt das Titellied mit dem Judson-Cross Dialog. Aber gut drei Monate danach ist die Melodie weg. Nur das genervte Erzählen von Michael Biehn bleibt erhalten.
Filmkritk
Fazit
Die Serie wurde unter anderem abgesetzt, da Jesse Nilsson verstarb. Als Ersatz für Relic Hunter war es wenig differenziert vom Vorgänger, und mit dem Exploit des mystischen komplett falsch angeschrieben. Was für Biehn ein Relaunch als Seriensternchen hätte werden können, endete als Desaster. Der Tod von Nilsson war nur ein weiteres Argument diese Unternehmung einzustampfen. Vielleicht wird sie irgendwann von Archäologen entdeckt und verwirrt diese.





