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Filmkritik: The Running Man (1987)

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
4. Juni 2026
in Filme, Kritiken
0
The Running Man (1987) szenebild

© Capelight

Kaufen/Streamen:
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Basierend auf dem Roman von Stephen King, veröffentlicht unter seinem Pseudonym Richard Bachman, wurde Arnold Schwarzenegger in das damals ferne Jahr 2017 geschickt um in einer Spieleshow um sein Leben zu kämpfen.

Story/Inhalt

Das ferne Jahr 2017: die Weltwirtschaft ist zusammengebrochen und Amerika ein Polizeistaat. Nahrungsmittel sind Mangelware, Kunst, Kultur und Medien zensiert. Dafür gibt es eine ganze Latte von Unterhaltungsshows. Die beliebteste Sendung ist „Running Man“, in der verurteilte Verbrecher um ihr Leben spielen. Die wenigen Sieger werden begnadigt und beschließen ihren Lebensabend in einem tropischen Paradies. Die Show wird von Damian Killian moderiert, die Zuschauer können Wetten abschließen und entscheiden welcher professionelle Menschenjäger als nächster zum Einsatz kommt.

Der Polizist Ben Richards verweigert den Schießbefehl auf hungrige Zivilisten. Er wird von einer andere Einsatztruppe verhaftet, die den Befehl ausführen, und danach verurteilt. Als Beweis wird Videomaterial vorgelegt, das so geschnitten wurde, dass es aussieht, als hätte Richard das Massaker veranstaltet. Nach einigen Jahren unternimmt er mit Kameraden einen Fluchtversuch, der jedoch scheitert. Sie werden als Kandidaten für die Show ausgewählt.

Mittlerweile hat eine Mitarbeiterin der Show Beweise für Richards Unschuld gesichert. Sie wird jedoch ebenfalls in die Show gebracht. In der Zwischenzeit hat Richards dort einen Jäger ausgeschaltet. Das veranlasst Killian, ihm einen Vorschlag zu unterbreiten: Wenn er seine Kameraden und die Frau tötet, wird er begnadigt und darf als Jäger weiterarbeiten.

Schauspieler

Arnold Schwarzenegger (Terminator, Terminator 2) in Hochform. Hier spielt er den guten Cop, der zu Unrecht ans Messer geliefert wird und für Gerechtigkeit kämpft. Wie gewohnt haut er ein paar Einzeiler raus, während er die Jäger mit physischer Überlegenheit und Grips auskurvt.

Maria Conchita Alonso (Predator 2, Das Geisterhaus) spielt die Mitarbeiterin der Show Amber Mendez, die das entlastende Videomaterial beschaffen kann. Wie ihr Bruder unterstützt auch sie den Widerstand und will den Polizeistaat stürzen.

Yaphet Kotto (Alien) und Marvin J. McIntyre (Twins – Zwillinge) spielen die beiden Widerstandskämpfer, die zusammen mit Ben Richards ins Spiel geworfen werden.

Die Jäger sind:

  • Fireball, gespielt von Jim Brown (Mars Attacks!),
  • Captain Freedom, gespielt von Jesse Ventura (Predator, Demolition Man),
  • Dynamo, gespielt von Erland van Lidth,
    Buzzsaw, gespielt von Gus Rethwisch,
  • Sub-Zero, gespielt von Toru Tanaka (Last Action Hero, Black Rain).

Auffällig ist, dass die meisten der Jäger vor oder nach diesem Film noch einmal an der Seite von Schwarzenegger auftreten konnten.

Der Moderator der Show Damian Killian wird von Richard Dawson (Ein Käfig voller Helden) gespielt. Dies war seine letzte Rolle im Film- oder Fernsehbereich.

Regie

Paul Michael Glaser begann seine Karriere als Regisseur bei der Erfolgsserie Starsky & Hutch und Miami Vice. Seine Filme waren weniger erfolgreich, sodass er sich mehrheitlich auf Serien konzentrierte. Hier wurde das Ursprungsmaterial radikal verändert. Die Einsätze der verschiedenen Jäger sind jedoch beeindruckend ausgemacht, wobei vor allem der Einfluss von Ventura, einem erfolgreichen Wrestler der WWE, bezüglich der Show spürbar ist. Captain Freedom darf auch als einziger Jäger in einem manipulierten Video Ben Richards erfolgreich stellen.

Der Film Kazaam, mit Shaquille O’Neal in der Hauptrolle, war kommerziell und handwerklich so ein Flop, dass die Karriere von Glaser sich nicht mehr davon erholte.

Nachbearbeitung

Das ursprüngliche Material von Stephen King wurde sehr verändert: im Roman gibt es mehrere Spielshows, und Ben Richards ist ein normaler Arbeiter, der teilnimmt, um die Medikamente seiner Tochter zu bezahlen. Vor der Show werden die Teilnehmer einer ärztlichen Untersuchung unterzogen. Nur die körperlich Fittesten dürfen bei „Running Man” teilnehmen. Andere von King erwähnte Shows sind etwa die „Tretmühle”, bei der die Teilnehmer auf einem Crosstrainer Fragen beantworten müssen. Falsche Antworten erhöhen die Geschwindigkeit. Teilnehmer mit Herzproblemen werden dorthin geschickt (Quelle: Roman Menschenjagd von Richard Bachman).

Im Film wird jeder Jäger wie bei der WWE inszeniert. Dynamo hat eine Lichtshow und singt Opernarien beim Einlauf, Buzzsaw schwingt seine Kettensäge, und Sub Zero stellt seine Opfer in einer Eishockeyarena. Dem Schauspieler Erland van Lidth war es so unangenehm, dass sein Ego Dynamo hinter den Kulissen versuchte, Amber Mendez zu vergewaltigen, dass er später keine Filmrollen mehr annahm.

Musik

Sieben Musiktitel, darunter Wagners „Ritt der Walküren“, „Vedro mentr’io sospiro“ von Mozart, vorgetragen von Dynamo bei seinem Auftritt, und das Thema von „Gilligans Island“.

Filmkritk

Fazit

7 Ergebnis

Die erste Verfilmung bekam im Herbst 2025 einen Nachfolger, der sich mehr an die Romanvorlage hält. Der Actioner mit Schwarzenegger ist jedoch eine kleine Perle – sicher nicht der überdurchschnittliche Actionfilm, teilweise sogar sehr „cheesy“, aber gute Unterhaltung. Und mal ehrlich: gäbe es diese Show wirklich, die Leute würden sie sehen, selbst wenn es Pay-TV wäre.

Fazit

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Tags: ActionfilmScience Fiction
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