Lasst uns in den Wald gehen und dort ein paar Pilze nehmen… was soll da schon Schlimmes passieren? Vielleicht entsteht ein Film wie Shrooms, der den sinnbefreiten deutschen Zusatztitel „Im Rausch des Todes“ erhielt. Das Land der Dichter und Denker lässt grüßen.
Story/Inhalt
Eine Gruppe von Studenten, bestehend aus drei Pärchen, reist nach Irland, um in einem entlegenen Waldgebiet Pilze zu konsumieren. Tara nimmt versehentlich einen besonderen Pilz ein, der ihr einen üblen Trip beschert, in dem sie Ausschnitte der Zukunft sieht.
Am Lagerfeuer erzählt ihr Guide eine Gruselgeschichte von einem Waisenhaus, in dem eine sadistische Bruderschaft von Mönchen die Kinder quälte. Ein Junge wurde bei den Hunden gehalten und wurde eine Art Wolfsjunge, ein Mönch war besonders sadistisch und quälte Zwillinge. Eines Tages brannte das Waisenhaus nieder, aber nicht alle Toten wurden gefunden. Seitdem würde der Mönch, oder die rastlosen Kinderseelen, hier herumspuken.
Tara, in ihrem Pilz Wahn, visualisiert die Geschichte. Kurz darauf beginnen die Paare untereinander Streit und verstreuen sich im Wald. Eine schlechte Idee, denn Tara sieht immer wieder in Visionen wie ihre Freunde getötet werden. Ist der Mönch etwa zurück?
Schauspieler
Lindsey Haun (True Blood) spielt Tara. Auf einem besonderen Trip sieht sie Ausschnitte der Zukunft. Doch was ist Realität, was Vision, und was komplett abgekoppelt?
Jack Huston (American Hustle, Ben Hur (2016)) spielt den Guide Jake. Er hat ein Auge auf Tara geworfen, was zusätzliche Spannungen verursacht. Als Guide ist er nur bedingt tauglich.
Die anderen Teenager sind Max Kasch (Red Eye), Maya Hazen (Shutter), Alice Greczyn (Spritztour) und Robert Hoffman (Step up to the Streets). Der Mönch wird von Toby Sedgwick (28 Days Later, 28 Years Later) gespielt, die Zwillinge von Jack Gleeson, bekannt als Joffrey Baratheon aus Game of Thrones.
Regie
Paddy Breathnach ist eine große Nummer in Irland, konnte international jedoch nicht überzeugen. Hier versucht er auf der Welle rund um das Blair Witch Project mitzureiten, mit mäßigem Erfolg allerdings. Der Film hat kein richtiges Alleinstellungsmerkmal und mischt Drogentrip mit etwas irisch-katholischem Waisenhaus-Terror.
Nachbearbeitung
Die Wirkung und Auswirkung der Pilze werden völlig falsch dargestellt. Von der Einnahme von Pilzen, um dieses Ergebnis zu erhalten, wird abgeraten.
Der Film wurde vom Irish Board for Film und Television im Erscheinungsjahr mit dem „Besten Film“ und „Bester Regie“ ausgezeichnet. Doch außerhalb von Irland kam er nicht gut an.
Musik
Die Rig Brothers liefern den Soundtrack, der aber selbst ohne Pilze zum einen Ohr rein und direkt wieder rausgeht.
Filmkritk
Fazit
Ein schlechter Trip, der selbst für Genrefans nicht unterhaltsam ist. Vielleicht würden Pilze helfen, anderseits sollte dieser Trip eine Warnung sein, bessere Entscheidungen (bei der Filmauswahl) zu treffen.



