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Filmkritik: Primate

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
17. Februar 2026
in Filme, Kritiken
0
PRIMATE Szenebild

Miguel Torres Umba als Ben und Johnny Sequoyah als Lucy in Primate © 2026 PARAMOUNT PICTURES. ALL RIGHTS RESERVED / Constantin Film Österreich

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Etwas stimmt mit Ben nicht. Was das Filmplakat ankündigt, fasst die gesamte Handlung von „Primate“ gut zusammen. Eine Familie, die einen Affen wie in Familienmitglied behandelt, erfährt auf die harte Tour, dass ein Schimpanse doch nur ein Tier ist.

Story/Inhalt

Lucy kehrt von der Uni zurück und hat ein paar Freundinnen mitgebracht. Zusammen mit ihrem Jugendfreund Nick und ihrer kleinen Schwester Erin wollen sie sich eine schöne Zeit machen. Auch der Schimpanse Ben, der wie ein Familienmitglied behandelt wird, ist mit von der Partie. Allerdings wurde Ben von einem Mungo gebissen.

Der gehörlose Vater Adam ist auf Geschäftsreise, um sein Buch zu promoten. Während die Kids feiern, soll ein Tierarzt den Schimpansen untersuchen. Doch dieser hat sich die Tollwut eingefangen und reißt dem Arzt das Gesicht ab, bevor er das Haus terrorisiert. Erin wird ins Bein gebissen und alle fliehen in den Pool. Nicks Versuchs Ben von der Klippe zu stoßen, endet mit dessen Tod, sodass die Mädchen auf sich gestellt sind. Ben belauert sie von der Seite und nutzt jede Gelegenheit sein Revier zu behaupten.

Schauspieler

Johnny Sequoyah (Dexter: New Blood) spielt Lucy. Nachdem ihre Mutter an Krebs gestorben ist, floh sie an die Universität. Sowohl Schwester Erin als auch Schimpanse Ben sind glücklich, dass sie zurück ist.

Jess Alexander (Arielle, Amadeus (2025)) spielt Hannah, Victoria Wyant (Culpa Mia – Meine Schuld London) spielt Kate, Freundinnen von Lucy. Erin wird von Gia Hunter (Sherlock & Daughter) gespielt. Mehrheitlich auf der Luftmatratze im Pool gefangen, werden die meisten der Mädchen schnell Opfer des tollwütigen Schimpansen

Troy Kotsur (CODA, Number 23) spielt Vater Adam, Benjamin Cheng in seiner ersten Filmrolle den Teenager Nick.

Miguel Torres Umba gibt Schimpanse Ben Gestalt.

Regie

Johannes Roberts lieferte mit „47 Metres Down“ und der Fortsetzung „47 Metres Down: Uncaged“ zwei Hai Filme, wobei der zweite Teil schwächer ausfiel. Auch seine Regiearbeit an „Resident Evil: Welcome to Racoon City” wurde gemischt aufgenommen. Mit „Primate“ versucht Johannes Roberts in die Fußstapfen von George A. Romero (Der Affe im Menschen) und Richard Franklin (Link der Butler) zu treten.

Nachbearbeitung

Die Teenager sind Anwärter für den Darwin-Award. Der schleichende Wandel von Ben zur Bestie mag noch plausibel sein, doch bei der ersten Flucht bringt Lucy die Lösung eigentlich bereits auf den Punkt, bevor sie ins Wasser springen: denn hier hätten sie noch die Chance gehabt, mit zahlenmäßiger Überlegenheit den Schimpansen ins Wasser zu zwingen. Die Idee den Affen in einen Abgrund zu stoßen, während der Pool die einfachere Lösung wäre, bezahlt Nick passend mit seinem Leben.

Davor sind sie keine Minute ohne ihr Handy, jetzt sind natürlich plötzlich alle Handys im Schlafzimmer oder beim Aufladen. Ein kleiner Fall genügt auch das Display zu zerstören – keine gute Werbung für das Handy mit dem Apfellogo.

Das Verhalten des Affen ist wie aus dem Lehrbuch. Auch wenn Ben zuerst wie ein Familienmitglied, das über 300 Worte auf seinem Tablet benutzen kann, dargestellt wird, ist und bleibt es doch ein Tier. Ein Tier, das für seine Grausamkeit in der Natur, zu achten ist, und durch seine überlegene körperliche Stärke selbst für einen Erwachsenen eine akute Gefahr darstellen kann.

Ungeklärt bleibt, wie die Tollwut nach Hawaii kam (bekanntlich eine tollwutfreie Insel), beziehungsweise wo der verantwortliche Mungo ausgebüxt ist – das Haus liegt sehr abgelegen im Dschungel. Dass tollwütige Tiere und Personen das Wasser meiden, wird mehrheitlich eingehalten. Ein tollwütiges Tier würde jedoch kaum auf den Lampen über dem Pool rumklettern, auch wenn Ben dadurch einem der Mädchen fast den Skalp nehmen kann. Davon abgesehen wird sehr plastisch gezeigt, was Ben anrichten kann: ob er dem Tierarzt das Gesicht abreißt, einem unglücklichen Teenager den Unterkiefer entfernt oder einem Mädchen den Schädel zertrümmert. Der Affe ist und bleibt ein Gegner, dem man nicht unbewaffnet entgegentreten will – und selbst dann stehen die Chancen gegen die „zivilisierten“ Menschen schlecht.

Musik

Acht Songs, sowie ein Clip aus der Serie „Dora die Entdeckerin“ werden verwendet. Von Musikbegleitung für die Poolparty, bevor Ben nachts Tod und Chaos verbreitet, bis zum Abspann.

Filmkritk

Fazit

5.4 Ergebnis

Rückblickend hätte ich mir lieber einen anderen Affen, der Leute terrorisiert, angesehen, statt den Wochenendpreis für „Primate“ zu bezahlen. Primate ist an sich nicht schlecht, hat aber kein Alleinstellungsmerkmal oder irgendwas, das ihn über andere Tierhorrorfilme hebt. Außerdem hätte man den Affen George nennen sollen: dann hätte sich der Titel „Furious George“, in Anspielung an die erfolgreiche Kinderbuchserie, angeboten.

Fazit

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Tags: Horror
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