Hier geht es weder um Motorradfahrer noch um eine Nebengeschichte aus Wakanda. Stattdessen muss ein erfolgloser Illusionist eine Beziehung zu seiner Tochter aufbauen.
Story/Inhalt
Zo, die alleinerziehende Mutter von Mildred, liegt nach einem Stromschlag im Krankenhaus. Da kein Geld für die Rechnungen da ist, muss der Vater Strawn aus den USA anreisen. Mildred ist von ihrem Vater, der davor keinen Anteil an ihrem Leben hatte, nicht unbedingt angetan. Der mäßig erfolgreiche Illusionist ist ein verbittertes, großes Kind im Körper eines Erwachsenen.
Um die Rechnungen zu bezahlen, will Mildred den Videobeweis für den schwarzen Panther sicherstellen. Der „neuseeländische Bigfoot“ ist eine urbane Legende, doch wiederholte Sichtungen stacheln Mildred an. Für ihr Alter ist sie relativ erwachsen, reif, und sehr buchschlau. Relativ früh schaffen sie ein Video vom Panther zu erstellen. Doch während sie weiterwandern, treffen sie auf ein älteres Paar – Angelina und Arnold. Diese rauben Strawn aus, indem Angelina Mildred als Geisel nimmt, und lassen die beiden dann ohne Karte, Ausrüstung und Verpflegung zurück. Als Strawn und Mildred die Diebe zufällig wiedertreffen und einen Teil ihrer Sachen zurückholen können, ist Mildred allerdings enttäuscht: der Akku der Kamera ist fast leer und die Diebe haben die Aufnahmen überspielt. Auf der Flucht heftet sich die Raubkatze an ihre Fersen, sodass aus der Flucht ein Kampf ums Überleben wird.
Schauspieler
Elijah Wood (Der Herr der Ringe-Franchise, The Monkey) kehrt an seine Wirkungsstätte aus „Der Herr der Ringe“ zurück. In der Rolle des verbitterten Illusionisten muss er schnell erwachsen werden und über sich hinauswachsen. Die Beziehung zu Mildred wird ihm immer wichtiger als er erkennt, was er daraus alles gewinnen könnte.
Nell Fisher (Evil Dead Rise, Stranger Things) spielt die buchschlaue Mildred. Schon vor dem Unfall ihrer Mutter will sie Beweise für den Panther festhalten, um ein besseres Leben zu haben. Für ihr Alter sehr reif und erwachsen, hat sie zuerst die Führung. Doch in ihrem Mitteln als Kind begrenzt, muss sie schließlich in ihrem Vater Strawn die Flamme wecken. Gemeinsam sind sie ein starkes Team.
Michael Smiley (Alien: Earth, Gunpowder Milkshake) und Vanessa Stacey spielen die Diebe Arnold und Angelina.
Regie
Ant Timpson drehte bereits 2019 mit Elijah Wood den Film „Come to Daddy“. Mehrheitlich ist er als Produzent tätig, seine Filme sind allerdings runde Geschichten mit einem überschaubaren Handlungsbogen und einem klaren Thema. Dieses Mal greift er die urbane Legende des schwarzen Panthers auf und spinnt darum eine Familiengeschichte, in der Vater und Tochter zusammenfinden.
Nachbearbeitung
Das neuseeländische Ministerium für Wildtiere betont, dass es auf beiden Hauptinseln keine natürlichen großen Jäger gibt. Also könnte ein schwarzer Panther nur durch einen unvorsichtigen Tierhalter für Exotische Spezies einen in die Wildbahn entlassen. Mangels großer Beute würde eine Großkatze allerdings mittelfristig auf Nutzvieh angewiesen sein.
Auf der Wanderung kehrt Elijah Wood an einige Drehorte aus „Der Herr der Ringe“ zurück. Vom Ministerium für Kultur und Tourismus unterstützt, sieht man bekannte Bergketten und Strawn irrt durch Felsformationen, die bei der Wanderung Richtung Gebirge im ersten Teil, und der Verfolgung der Uruks im zweiten Film als Kulisse dienten.
Musik
Fünf Songs werden verwendet.
Filmkritk
Fazit
Ein Film für die Familie, der für meinen Geschmack ein Ticken zu lang ausfiel. Elijah Wood überzeugt in der Rolle als unfreiwilliger Vater, während Nell Fisher deutlich über ihrem Alter performt. Es bleibt zu wünschen, das ihr Talent nicht vergeudet wird, und sie weitere große Leistungen bringen kann.




