Eine typische Rachestory mit verdrehten Rollen: hier geht Jennifer Garner auf Rachefeldzug gegen die Mörder ihrer Familie
Story/Inhalt
Riley North ist die typische Hausfrau und Mutter aus dem Vorort. Doch als ihr Mann und ihre Tochter bei einem Drive-by erschossen werden, verliert sie alles. Die Ermittlungen verlaufen im Sand, sodass Riley North von der Bildfläche verschwindet.
Einige Jahre später werden die beteiligten Bandenmitglieder brutal ermordet. Detective Carmichael und Beltran ermitteln und können bald eine Verbindung zu einem mysteriösen Racheengel im Viertel herstellen, der die Obdachlosen beschützt und die Drogendealer und Verbrecher gnadenlos jagt. Über mehrere Ecken können sie Riley North mit diesem Racheengel in Verbindung bringen. Allerdings gibt es nur einige alte Aufnahmen eines Untergrund-MMA-Kampfs aus Osteuropa, die überhaupt darauf hinweisen, dass Riley North noch lebt.
Mittlerweile setzten die Gangster ein Kopfgeld auf den Racheengel aus, der ihre Geschäfte stört. Die Polizisten sind ebenso zerrissen: einerseits räumt jemand mit den Verbrechern auf, andererseits dürfen sie Selbstjustiz nicht unterstützen. Außerdem war der Anschlag auf die Norths kein Zufall: Chris North hatte gemeinsam mit einem Freund Geld von Verbrechern unterschlagen. Daraufhin setzte der Boss ein Exempel an ihnen. Dass Riley überlebt, war nicht geplant.
Die Gangster rücken in die Slums vor, um den Racheengel auszuräuchern; das FBI und die Polizei rücken vor, um für Ordnung zu sorgen. Doch korrupte Polizisten haben den Auftrag, Riley zu töten und dem Racheengel damit die Flügel zu stutzen.
Schauspieler
Jennifer Garner erlebte mit ihren Hauptrollen in der Erfolgsserie „Alias – die Agentin“, in Filmen wie „Operation: Kingdom“ oder „Juno“ ein Karrierehoch. Ihre Rolle in „Daredevil“ und dem Solo-Spin-off „Elektra“ wurden mit gemischten Gefühlen wahrgenommen. In die Rolle der Elektra kehrte sie in „Deadpool Wolverine“ noch einmal zurück. Weitere Rollen hatte sie im Oscar-prämierten „Dallas Buyers Club“, dem Football-Drama „Draftday“ an der Seite von Kevin Costner und in „The Adam Project“.
John Gallagher Jr (Das Belko-Experiment, Jonah Hex) spielt Detective Carmichael, unterstützt von seinem Partner Detective Betran, gespielt von John Ortiz (Nobody 2, Ad Astra). Juan Pablo Raba (Six, Narcos) spielt Gangsterboss Garcia.
Regie
Pierre Morel ist Kameramann und Regisseur. 2014 machte er mit „Ghettogangz“ international auf sich aufmerksam – der Film erhielt ein amerikanisches Remake: „Brick Mansions“ mit Paul Walker in der Hauptrolle.
Morel führte unter anderem in „Taken -96 Hours“, „From Paris with Love“ und „The Gunman“ Regie. 2020 legte er den Kriegsfilm „Ambush“ und die Actionfilme „Freelance“ sowie „Canary Black“ nach.
Während seine ersten Filme noch alle Paris-Bezug aufwiesen, drehte er seine folgenden Filme in den USA. Ghettogangz wies noch einen hohen Anteil auf Action aus, während in seinen amerikanischen Projekten das Charakterbild mehr ausgearbeitet wurde. In Peppermint übernahm auch das erste Mal eine Frau die Hauptrolle.
Nachbearbeitung
Riley North ist bis zum Mord an ihrer Familie eine typische Vorstadthausfrau. Dass sie nach ein paar Jahren im Untergrund als Untergrundkämpferin zu einem unbeugsamen Racheengel wird, der mit Fäusten und Schusswaffen eine komplette Gangstertruppe samt korrupter Polizeiunterstützung hochnimmt, ist etwas an den Haaren herbeigezogen.
Das letzte, was sie mit ihrer Familie verband, war das Pfefferminzeis. Dies als Titel zu verwenden, war wohl leicht irreführend. Trotzdem legte der Film ein starkes Startwochenende hin, bei dem über die Hälfte der Kosten bereits eingespielt wurden, und kam am Ende auf circa das Doppelte der Kosten – kein großer Erfolg damals, gute Zahlen heute.
Musik
Ein Weihnachtsfilm kommt mit Weihnachts-Jingles und zwei verschiedenen Versionen von Jingle Bells daher. Daneben 11 weitere Songs, darunter Beiträge von Danny Osuna, Collins Pennie und Geno Lenardo.
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Filmkritk
Fazit
Peppermint war, abgesehen von Serien, die letzte Hauptrolle von Jennifer Garner bis ins Jahr 2022. Die Scheidung von Ben Affleck im selben Jahr überschattete die Promotion des Films zusätzlich. Regisseur Morel nahm sich ebenfalls eine dreijährige Auszeit, sodass dieser Film als Karrieremarker für beide angesehen werden kann – nicht im positiven Sinn.




