Dieser Film basiert auf dem Roman von Umberto Eco. Ein Mönch erzählt darin einen Schwank aus seiner Jugend als Novize. Damals half er bei einem religiösen Treffen seinem Meister, eine Mordserie aufzuklären, die die Fundamente der Religion erschüttern hätte können.
Story/Inhalt
Der Franziskaner William von Baskerville reist mit seinem Novizen Adson zu einem Kloster. Die Franziskaner sollen dort mit einer Delegation der Dominikaner über wichtige Fragen der religiösen Auflegung diskutieren. Doch das Treffen wird durch einen Mord überschattet, der mystisch wirkt: denn der Ermordete wird am Fuße eines Turmes gefunden, der kein Fenster hat. Seine Finger und Zunge sind schwarz.
William übernimmt die Ermittlung und kann den Fall relativ schnell aufklären, doch ein weiterer Mönch stirbt, ebenfalls mit schwarzen Fingern und geschwärzter Zunge. Während einige das Werk des Teufels sehen, versucht William einen weltlichen Grund und Urheber zu finden. Während der Ermittlungen wird Adson von einem einheimischen Bauernmädchen verführt. Der Inquisitor der Dominikaner nutzt dies als Vorwand, um mehrere Mönche und das Mädchen als Teufelsdiener zum Tode auf dem Scheiterhaufen zu verurteilen. William ermittelt weiter und kann den Fall aufklären. Doch die aufgeheizte Stimmung eskaliert in Gewalt, als die Dorfbewohner das Mädchen retten wollen.
Adson, der inzwischen selbst ein angesehener Mönch ist, erinnert sich im hohen Alter an der Pforte zum Tod an dieses Abenteuer.
Schauspieler
Sean Connery (James Bond, Meteor) spielt als William von Baskerville einen Franziskaner, der aufgrund seines aufgeweckten und analytischen Geistes nicht überall willkommen ist. Seine Art eckt oft an, vor allem bei den fanatischen Dominikanern der Inquisition. Connerys Karriere war zu diesem Zeitpunkt so tief gesunken, dass das Studio verhindern wollte, dass er die Rolle spielt. Doch dieser Film brachte eine Kehrtwende für seine Karriere, die in den 1990ern noch einmal einen Höhepunkt erreichte.
Christian Slater (True Romance, Blink Twice) spielt den Jungen Adson. Er ist noch nicht lange Novize und ist seinem Meister ergeben. Er sieht die Welt aber auch noch mit kindlichen Augen. Das nutzt William oft aus, um Sachverhalte aus mehreren Blickwinkeln zu analysieren. Entgegen dem Vorsatz des Ordens „Ora et labora“ und zu Schweigen wird Adson von seinem Meister ermutigt mit offenen Augen und offenem Geist durch die Welt zu gehen.
Weitere Mönche werden von Helmut Qualtinger (Geschichten aus dem Wienerwald), Elya Baskin (Spiderman 2, Spiderman 3), Michael Lonsdale (James Bond: Moonraker, Ronin) und Ron Pearlman (Hellboy, Hand of God) gespielt.
Regie
Jean-Jacques Annaud drehte Im Name der Rose direkt nach „Am Anfang war das Feuer“. Sein vierter Film war ein großer Erfolg, auf den unter anderem „Der Bär“, „Sieben Jahre in Tibet“ und „Duell – Enemy at the Gates“ folgten. 2022 drehte er „Notre Dame in Flammen“, der den Brand im April 2019 aufrollte.
Der Name der Rose ist ein abwechslungsreicher Krimi mit einem religiösen Grundmotiv, das viele Aspekte des alltäglichen Lebens widerspiegelt.
Nachbearbeitung
Jean-Jacques Annaud zeigt die verschiedenen Aspekte des Lebens im Mittelalter. Die Menschen leben im Schatten des Klosters, das ihre karge Ernte als Tribut fordert und ihnen lediglich die Abfälle in den Graben wirft, um die sie sich prügeln müssen. Der Abt des Klosters ist nicht glücklich das Treffen abhalten zu müssen, da er so noch mehr Mönche versorgen muss, und die Dominikaner leben nicht nach dem Armutsgelübde und fordern dementsprechend verpflegt zu werden.
Die Bibliothek, in der Bücher kopiert werden, unterliegt einem strengen Regime bezüglich der Texte, die kopiert werden dürfen. Für die Texte werden ältere Schriften von antiken Autoren mit einem Messer weggekratzt und dann neu beschriftet. Obwohl die Mönche aus dem Orden der Franziskaner dem Armutsgelübde unterlägen, sind einige Mönche gut im Futter (fast schon adipös), und auch andere weltliche Gelüste sind verbreitet. So ergeben die Ermittlungen, dass der erste tote Mönch sich aus Scham das Leben nahm, weil er einem höher gestellten Mönch zu sexuellen Diensten war. Da der Selbstmord damit bewiesen ist, wird die Leiche enthauptet und in einem namenlosen Grab verscharrt. Der andere Mönch wird für die Unzucht bestraft.
Als Adson seine Unzucht mit dem Mädchen seinem Meister gesteht, lächelt dieser nur väterlich und meint, alle wären einmal jung gewesen und wären von der Fleischeslust verführt. Es sei nichts Verwerfliches daran, hier unterliegen.
Einige Mönche im Kloster gehörten zu einem anderen Orden, der exkommuniziert wurde. Die Mitglieder wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder unter Überwachung in anderen Orden aufgenommen. Allein der Verdacht, dass Salvatore möglicherweise den Lehren, denen er unter Folter abgeschworen hatte, wieder nachgehen könnte, genügen dem Inquisitor, um den geistig verwirrten Mönch auf den Scheiterhaufen zu schicken.
Filmkritk
Fazit
Der Name der Rose funktioniert sowohl als Krimi als auch als Historienfilm auf ganzer Linie und ist trotz seiner Laufzeit vom 130 Minuten jede Minute wert.


