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Filmkritik: Der Marsianer – Rettet Mark Watney (Originaltitel: The Martian)

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
29. Januar 2026
in Filme, Kritiken
0
Der Marsianer – Rettet Mark Watney szenebild

© 20th Century Fox Home Entertainment

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Jahrzehntelang litt der Mars unter mittelmäßigen Filmen, die rund um oder auf dem roten Planeten spielten. Unbeeindruckt davon schrieb Andy Weir die Romanvorlage „The Martian“, die von Ridley Scott umgesetzt wurde. Erneut werden Millionen Dollar eingesetzt, um Matt Damon im Weltall zu retten; 2014 spielte er bereits in Christopher Nolans „Interstellar“ einen gestrandeten Wissenschaftler.

Story/Inhalt

Ein überraschender Sandsturm macht eine Notfallevakuierung der Marsmission „Ares-3“ nötig. Im Sturm wird der Botaniker Mark Watney von einem Trümmerstück getroffen, das seine Lebenserhaltung zerstört, sodass Commander Lewis ohne ihn starten muss. Während die Crew moralisch angeschlagen den Heimflug antritt, kommt Watney kurz darauf zu sich und muss feststellen, dass er ein moderner Robinson Crusoe ist. Mit viel Erfindergeist nutzt er seine Kenntnisse, um zu überleben: er macht Marsboden fruchtbar, um Kartoffeln anzubauen, spaltet Wasser auf dem Raketentreibstoff und setzt die Basis einigermaßen wieder in Stand.

Für die NASA ist es ein Schock, als Satellitenaufnahmen zeigen, dass Watney lebt. Zuerst wurde angeordnet keine Aufnahmen zu machen, weil es ein PR-Desaster wäre, die Leiche eines Astronauten zu sehen. Doch nun ist es ein PR-Desaster, da Watney zurückgelassen wurde. Mit Hilfe des alten Pathfinder-Rovers schafft es Watney schließlich eine Möglichkeit zur Kommunikation mit der Erde zu schaffen. Es wird eine Versorgungsmission zusammengestellt, die akut beschleunigt wird als eine explosive Dekompression der Schleuse die Vorräte von Watney zerstört. Als diese Rakete auch noch beim Start zerstört wird, bleibt nur eine Option: die Crew der Ares-3, die bis dahin nicht informiert wurde, dass ihr Kamerad noch lebt, muss zurückfliegen. Doch das erfordert viel Koordination, Vorbereitung und geschieht unter Zeitdruck. Außerdem muss Watney zu einer entfernten Landebasis fahren, um den Mars zu verlassen.

Schauspieler

Matt Damon ist wohl der wertvollste Mensch der Welt, in Anbetracht der Finanzmittel und Männer, die eingesetzt werden, um ihn zu retten: „Der Soldat James Ryan“, „Interstellar“ und nun „Der Marsianer“. Damon ist ein vielseitiger Schauspieler, der für seine Rolle in „Good Will Hunting“ bereits 1998 mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Er überzeugte aber auch in Action-Filmen wie „Jason Bourne“-Franchise, Science-Fiction Filmen wie „Elysium“ oder The Last Duel.

Jessica Chastain spielte in „Interstellar“ die Hauptrolle und übernimmt hier die Rolle von Commander Lewis. Weitere Astronauten ihrer Crew sind Kate Mara (Shooter), Michael Peña (Moonfall), Aksel Hennie (Sisu) und Sebastian Stan (Thunderbolts*).

Am Boden finden wir Sean Bean (Der Herr der Ringe: Die Gefährten), der ausnahmsweise nicht sterben muss, Jeff Daniels (Dumm und dümmer), Chiwetel Ejiofor (Infinite – Lebe ewig, Venom – The Last Dance), Benedict Wong (Weapons – Stunde des Erwachsens), Donald Glover (Spiderman – Across the Spiderverse), Kristen Wiig (Ghostbusters und Mackenzie Davis (Speak No Evil).

Regie

Ridley Scott setzt die Romanvorlage von Andy Weir nahezu perfekt um. Hier sieht man was das richtig eingesetzte große Budget und umfangreiche Beratung durch die NASA bringt. Wissenschaftlich solide ist der Film trotz seiner Spannung auch absolut fundiert und zeigt, um die chinesischen Finanzmittel auch gut zu verwenden, eine optimistische Zukunft, bei der durch Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen Erfolg für die Menschheit erreicht wird. Gut zehn Jahre später sind Spaltung und Misstrauen an der Tagesordnung und der Mars ist nicht nur wenige Jahre, sondern Lichtjahre, entfernt.

Nachbearbeitung

Wissenschaftlich fundiert schafft „Der Marsianer“ den Spagat zwischen Wissenschaft und Unterhaltung. Während man bei Christopher Nolans „Interstellar“ gefühlt mehrere Doktortitel in Physik, Astrophysik und so weiter benötigte, sind hier Action, Wissenschaft und Humor gut verwoben und erschaffen ein rundes Erlebnis, das unterhält und (für manche unfreiwillig) bildet. Außerdem ist es eine große Werbekampagne für eine Erkundung des Nachbarplaneten.

Dem Kino-Cut wurden in späteren Versionen weitere Szenen ergänzt. Außerdem gibt es ein Videotagebuch, das Watneys Aufenthalt auf dem Mars dokumentiert, und diverse Nachfolgeprojekte wie etwa die Doku-Serie „Mars“.

Musik

Die Themen von Serien, die Mark auf dem Mars ansieht, ergänzt um die Disco-Musik aus Commander Lewis Sammlung. David Bowie steuert „Starman“ bei, und bei einem Film über das Überleben in einer lebensfeindlichen Umgebung darf natürlich nicht „I will survive“ von Gloria Gaynor fehlen.

Filmkritk

Fazit

8.2 Ergebnis

Obwohl bei den Oscars sieben Mal nominiert, ging „Der Marsianer“ leer aus. Dafür gewann der Film in der Saison 2016 den Golden Globe sowie Regisseur Scott den Saturn-Award. Ein weiterer Roman von Andy Weir kommt im März 2026 in die Kinos: „Der Astronaut – Project Hail Mary“ wird erneut Action, Humor und Wissenschaft verbinden.

Fazit

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Tags: AbenteuerfilmScience Fiction
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