Dieser Film aus dem Koreakrieg gilt als einer der besten seiner Zeit. Gregory Peck produzierte den Film und holte Regisseur Lewis Milestone an Bord, um die Tiefe von „Im Westen nichts Neues“ einzufangen.
Story/Inhalt
Während die Friedensverhandlungen zwischen Amerikanern und Koreanern stattfinden, sind die meisten Soldaten mental erschöpft und würden alles dafür geben, nach Hause zurückzukehren. Doch statt der erhofften Nachricht über einen Friedensschluss erhält Joe Clemons‘ Kompanie den Befehl, einen Hügel von den Koreanern und Chinesen zurückzuerobern. Der Hügel – Pork Chop Hill – hat weder einen taktischen oder strategischen Wert für beide Seiten. Es geht darum, Stärke zu zeigen und den Willen, Männer für einen Hügel zu opfern. Clemons führt seine Leute wie in einem Fleischwolf. Aufgrund unklarer Funkmeldungen glaubt das Hauptquartier, der Hügel sei eingenommen, weshalb Nachschub und Ersatz ausbleiben. Währenddessen holen die Chinesen zum Gegenschlag aus. Mit nur noch 25 erschöpften Männern muss er die Position halten.
Schauspieler
Gregory Peck (Wer die Nachtigall stört) spielt Lieutenant Joe Clemons. Vom Hauptquartier mit der Aufgabe betraut, den Hügel einzunehmen, bricht er mit der gesamten Kompanie auf. Trotz aller Widerstände, ausbleibendem Nachschub, unklarem Artilleriebeschuss und anderen Herausforderungen, hält er seine Leute bestmöglich am Leben und zwingt dem Feind den Hügel ab.
Harry Guardino (Dirty Harry) hatte im Zweiten Weltkrieg als Marine gekämpft und übernimmt hier die Rolle des Gefreiten Forstman. Seine ungebändigten Haare waren Guardinos Markenzeichen. Rip Torn (Agent Zed in Men in Black) spielt Lieutenant Russel, einen der verlässlichsten Truppführer neben Clemons.
Weitere Soldaten spielen George Peppard (A-Team), James Edwards (Patton) und Woody Strode (Spartacus). Letztere werden als Afroamerikaner bewusst in Szene gesetzt: Edwards spielt einen loyalen Corporal, der die Befehle von Clemons bis zuletzt ausführt. Strode ist als kriegsmüder Gefreiter Franklin zu sehen und betont in einem Gespräch mit Clemons, dass er keinen Sinn darin sieht, hier zu kämpfen, da er zu Hause in einem ähnlichen „Drecksloch” lebt wie hier im Schützenloch. Während des Kampfes täuscht Franklin eine Verletzung vor, um sich unter dem Vorwand, einen Verwundeten zu evakuieren, von der Kampflinie abzusetzen. Zuletzt droht er, Clemons in einem zerstörten Bunker zu erschießen, als dieser ihn zum letzten Gefecht holen will. Doch Clemons überzeugte den Soldaten in bester Manier, zu seinen Kameraden zu stehen.
Regie
Gregory Peck verpflichtete Lewis Milestone ausdrücklich, um eine Korea-Variante von „Im Westen nichts Neues“ zu schaffen. Auch hier sind die Kriegsparteien kriegsmüde und warten auf den Friedensschluss. Obwohl es um nichts mehr geht und es nicht darum geht, dem Feind seinen Willen zu beweisen, strömen die Soldaten beider Seiten mit vollem Einsatz in den Fleischwolf.
Milestones ist der erste Regisseur, der zwei Oscars gewonnen hat: 1927 für „Schlachtenbummler“ und 1930 für „Im Westen nichts Neues“. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg drehte er diverse Kriegsfilme wie „Landung in Salerno“, „Die Hölle von Okinawa“ und „Die Legion der Verdammten“. Nach diesem Film drehte er mit Frank Sinatra und dem Rat Pack „Frankie und seine Spießgesellen“, das als Vorlage für die meisten Heist-Filme diente und dessen Remake „Oceans 11“ wurde. Außerdem drehte er die Variante von „Meuterei auf der Bounty“ mit Marlon Brando.
Nachbearbeitung
Gregory Peck war überzeugter Pazifist und Gegner des Koreakriegs. Im Film wurde er deshalb nicht beim Abfeuern seiner Waffe gezeigt. Er wirft einige Handgranaten, doch ansonsten feuern nur andere Soldaten in seinem Umfeld. Milestone kürzte den Film um beinahe zwanzig Minuten, angeblich auf Drängen von Pecks Frau, die ihren Mann früher im Film sehen wollte. Geschnittene Szenen würde im Abspann eingearbeitet.
Milestone versuchte das Gefühl von „Im Westen nichts Neues“ bestmöglich wiedereinzufangen. Dazu gehören auch die Ansichten auf den chinesischen Propagandaoffizier, der von Beginn an die Moral der Amerikaner untergraben will.
Filmkritk
Fazit
Peck überstrahlt die anderen Schauspieler in diesem eindrucksvollen Antikriegsfilm, der zurecht als Korea-Variante zu Milestones erfolgreichem Antikriegsdrama „Im Westen nichts Neues“ darstellt. Obwohl die Kämpfe den Großteil der Handlung ausmachen, sind sie kaum sichtbar. Wie im Krieg findet das Sterben abseits der Kamera statt – in großem Stil, aber ohne großen Ruhm. Weit über hundert Männer treten zum Sturm an und die meisten von ihnen bleiben wie Schweinekoteletts am Hügel liegen.

