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Filmkritik: The Bikeriders

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
15. Februar 2026
in Filme, Kritiken
0
The Bikeriders szenebild

© Universal Pictures International

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Motorradfahren steht für die Freiheit und Revolution. Tom Hardy und Austin Butler bringen hier die Geschichte der Vandals aus Chicago auf die Leinwand, basierend auf dem Buch von Danny Lyon.

Story/Inhalt

Inspiriert von einem James Dean-Film (The Wild One) entscheidet sich Johnny seinen Motorradclub „Vandals“ zu gründen. Zuvor war es eine lose Gruppe von Leuten, die sich trafen, um mit ihren Motorrädern Rennen zu fahren und sich zu betrinken. Bald schon wächst die Truppe und es gehen Anfragen aus anderen Städten ein, die Farben der „Vandals“ als eigenes Chapter zu tragen.

Der Hauptfokus der Geschichte liegt auf der Geschichte von Kathy, einer typischen Vorstadtfrau, die sich in den Biker Benny verliebt und ihn heiratet. Begleitet wird sie dabei von einem Foto-Journalisten, der aus dem Material ein Buch schreiben will.

Schauspieler

Tom Hardy spielt Johnny. Eigentlich Kraftfahrer und Vater zweier Töchter, gründet er mehr aus einer Laune heraus den Club. Lange Zeit behauptet er sich als deren Anführer. Doch der Bewunderung, die ihnen entgegenschlägt, begegnet er oft mit angebrachter Skepsis. So lehnt er die Mitgliedschaft von „The Kid“ ab, was sich später rächen sollte.

Austin Butler (Dune Part II, Caught Stealing) spielt Benny, das komplette Gegenteil von Johnny. Impulsiv und durch und durch ein Rebell sind die beiden ungleiche Freunde. Seine Beziehung mit Kathy leidet auch darunter, dass er Johnny und das Motorradfahren immer über sie stellen würde.

Jodie Comer (The Last Duel) spielt Kathy. Eigentlich eine Vorstadthausfrau, landet sie zufällig durch eine Freundin in der Bar des Clubs. Dort verliebt sie sich auf den ersten Blick in Benny, trennt sich kurz darauf von ihrem Freund, und heiratet den Biker. Allerdings stört sie sich an den Umständen, die der Club schafft. Die meisten Mitglieder sind Versager und Tagediebe. Als das Gesicht und Auftreten des Clubs sich ändert, kommt sie zwischen die Räder.

Weitere Biker werden von Michael Shannon (Bullet Train, Take Shelter), Mike Faist (West Side Story), Damon Herriman (Monolith), Beau Knapp (The Nice Guys), Emory Cohen (Brooklyn) und Karl Glusman (Civil War). “The Kid” wird von Toby Wallace (Eden) gespielt. Außerdem tritt Norman Reedus (Der blutige Pfad Gottes) als Biker einer anderen Gruppierung auf, die eine Anspielung auf die Hell’s Angels ist.

Regie

Jeff Nichols brach den Dreh zu „A Quite Place: Day One“ ab, um diesen Film zu drehen. Davor drehte er unter anderem „Take Shelter“ mit Michael Shannon, mit dem er insgesamt schon sechs Mal zusammenarbeitete sowie „Mud – Kein Ausweg“ mit Matthew McCounaughey. Bei den meisten seiner Filme verfasste er auch das Drehbuch, und brachte hier der Band seines Bruders einen Auftritt im Soundtrack.

Der Film war eine Gratwanderung: Er zeigte den Aufstieg (und Fall) einer Bikergruppe, ohne dabei große Gruppierungen vor den Kopf zu stoßen. Nichols ergänzte den Abspann mit Fotos aus dem Buch von Danny Lyon und schloss so den Kreis.

Nachbearbeitung

Wie von den „Vandals” beschrieben, sind alle Motorräder individuell zusammengestellte Einzelstücke. Tom Hardy behielt sein Motorrad nach dem Dreh. Da viele Fahrten nötig waren, gab es auch einige Unfälle. Austin Butler rutschte auf einer Wende weg und beschädigte sein Gerät dabei schwer. Obwohl die meisten Schauspieler selbst erfahrene Fahrer sind, kam es doch zu einigen Stürzen.

Die Entwicklung der Vandals ist gut dokumentiert und sie stehen auf der Liste der gefährlichsten Motorradgangs auf dem vierten Platz.

Musik

Jeff Nichols Bruder liefert mit der Band Lucero das Titellied zum Film. Zeitgemäße Songs von „The Animals“, „Van Morrison“ oder „The Fleetwoods“ runden den Soundtrack, der insgesamt 33 Songs ab.

Filmkritk

Fazit

7.6 Ergebnis

Obwohl es sich um einen guten Film handelt, konnte er im Kino nicht einmal die Hälfte seiner Kosten einspielen. Im Streaming war er jedoch zumindest so erfolgreich, dass er seine Kosten einspielen konnte. Trotz des guten Ensembles und der Regie schaffte es der Film nicht, die Erwartungen zu erfüllen. Dabei ist die ehrliche Entwicklung von einem Hobbyclub über einen Motorradverein zu einer kriminellen Organisation spannend und kompakt umgesetzt.

Fazit

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Tags: DramaKrimi
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