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Filmkritik: The Hunt (2020)

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
22. Januar 2026
in Filme, Kritiken
0
the hunt 2020 szenebild

©: Universal

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Gerüchte besagen, dass es irgendwo einen Ort gibt, an dem reiche Typen Menschen jagen. Vielleicht ist da was dran. Zwölf Personen, die diese Verschwörungstheorie geteilt haben, erleben sie nun hautnah.

Story/Inhalt

Zwölf Personen mit verschiedenem Hintergrund wachen in einem Wald auf. Sie sind geknebelt, die Knebel mit Schlössern gesichert. Auf einer Lichtung steht eine Holzkiste, aus der ein Schwein flieht. Außerdem ist ein Gestänge mit diversen Schuss- und Stichwaffen enthalten. Kaum beginnen sie sich auszurüsten, werden sie unter Beschuss genommen. Jetzt ist es klar: sie sind die Beute in der Jagd.

Einige, die den ersten Schlag überleben, schaffen es das Gelände zu verlassen. An einer Tankstelle müssen sie jedoch feststellen, dass der Arm der Jäger viel weiter reicht. Sie erfahren zwar, dass sie irgendwo in Südosteuropa sind, doch auch Grenzsoldaten und Behörden scheinen von den Jägern geschmiert zu sein. Crystal (auf Deutsch: Schneeflocke) überlebt so lange um Athena, die Organisatorin der Jagd, zur Rede zu stellen: doch nicht alles ist, wie es scheint.

Schauspieler

Crystal wird von Betty Gilpin (Mrs. Davies, The Tomorrow War) gespielt. Anscheinend genoss sie eine militärische Ausbildung, denn im Gegensatz zu den meisten anderen geht sie vorsichtig, strukturiert und im Notfall skrupellos vor.

Weitere unfreiwillige Teilnehmer werden gespielt von Ethan Suplee (My Name is Earl, Unstoppable – Außer Kontrolle), Ike Berinholtz (Massive Talent), Wayne Duvall (Im Tal von Elah) und Emma Roberts (Nerve, Madame Web). Steve Mokate (Warhorse One) spielt einen ehemaligen Schauspieler, der die Jäger berät.

Die Strippenzieherin ist Athena, eine ehemalige CEO, die aufgrund eines unbedachten, geleakten Chatprotokolls entlassen wurde. Zusammen mit anderen betroffenen Chatteilnehmern organisierte sie diese Jagd, um Internettrollen genau das zu geben, was sie ihnen fälschlicherweise vorgeworfen haben. Gespielt wird Athena von Hilary Swank (Million Dollar Baby, Boys Don’t Cry).

Regie

Craig Zobel drehte mehrheitlich einzelne Folgen für Serien, etwa „Westworld“ oder „The Penguin“. Nach dem post-apokalyptischen „Z for Zachariah“ war dies aufgrund der Serien sein erster Film in fünf Jahren. Zuletzt drehte er mit der Miniserie „Mare of Easttown“ (mit Kate Winslet in der Hauptrolle) bevor er „The Penguin“ begann.

Dieser Film ist ein interessanter Ansatz, vor allem, weil das bekannteste Gesicht des Casts bereits zu Beginn einen überraschenden Tod erleidet. Das große Geheimnis um Athena wiederum ist aufgrund der Synchronstimme von Hilary Swank keine Überraschung, obwohl erst nach über einer Stunde das erste Mal ihr Gesicht gezeigt wird. Zobel spielt mit Verschwörungstheorien, der Flüchtlingskrise in Europa und korrupten Strukturen herum, wobei er geschickt zwischen „rechter“ oder „linker“ Täterschaft wechselt, ohne die richtige Lösung zu früh zu offenbaren.

Nachbearbeitung

Bei den Effekten wird nicht gespart, wobei einige Abgänge bewusst oder unbewusst lächerlich sind. Etwa ein Opfer, dass mit automatischen Waffen im Dauerfeuer blind durch die Gegend rennt, um dann mit einem gezielten Schuss gestoppt zu werden; oder die in die Jogginghose gestopfte Handgranate. Wie gesagt werden einige Charaktere, verkörpert von bekannteren Schauspielern, sehr früh getötet. Einige Nebenplots, wie etwa der Champagner von 1907, werden so früh positioniert, dass man bis es relevant wird, beinahe vergessen hat, was daran besonders sein soll.

Nicht zuletzt ist das große Finale mit einem Schmunzeln begleitet: da stecken Crystal und Athena Schläge und Stiche weg, die selbst einen John Wick oder gar Terminator aufgehalten hätten. Und das alles nur, weil jemand schlecht recherchiert hat.

Musik

Gustav Mahlers Symphony No. 6 eröffnet den Film, und wird bildungsfern später als Beethoven beschrieben. Daneben gibt es noch drei Songs von The Raincoats, Bobby Gentry und Dusty Springfield.

Filmkritk

Fazit

5.4 Ergebnis

„The Hunt“ ist nicht zu verwechseln mit „The Most Dangerous Game“, wo ebenfalls Jagd auf Menschen, die gefährlichste Beute von allen, gemacht wird. Trotz Oscar-Preisträgerin Hilary Swank ist dieser Film leider nur Mittelmaß. Doch man kann seine Zeit schlechter verbringen.

Fazit

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Tags: ActionfilmThriller
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