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Filmkritik: Orca der Killerwal

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
2. Dezember 2025
in Filme, Kritiken
0
Orca der Killerwal szenebild

© Studiocanal

Kaufen/Streamen:
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Nach dem Erfolg von „Der Weiße Hai“ dachte sich Produzent Dino DeLaurentiis er könne den Erfolg wiederholen. Dazu brauche er doch nur eine Kreatur im Wasser, die noch bedrohlicher als ein Weißer Hai ist. Fündig wurde er schnell: Orca, landläufig Killerwal genannt, wurde zu seinem Tierhorror der Wahl.

Story/Inhalt

Als ein Hai einen Taucher beinahe angreift, dann aber von einem noch größeren Jäger gefressen wird, sucht Captain Nolan eine Wissenschaftlerin auf, um mehr darüber zu erfahren. Als ein Aquarium dann auch noch eine Prämie für einen lebenden Orca aussetzt, wittert Nolan seine Chance. Allerdings stirbt der gefangene Wal, als sie ihn an Bord bringen wollen, und ist zu allem Überfluss auch noch schwanger. Der Vater beobachtet das Ganze und geht dann auf eine (für einen Orca) beeindruckende Vergeltungstour. Er belagert den Fischerhafen, versenkt einige Boote und tötet oder verstümmelt die Besatzung von Nolans Boot nacheinander. Nolan spart er bewusst aus. Zusammen mit der Meeresbiologin Rachel und einem Ureinwohner nimmt Nolan schließlich die Herausforderung an und folgt dem Wal nach Norden. In der Arktis kommt es zum Showdown zwischen Mensch und Tier.

Schauspieler

Richard Harris dürfte den meisten als Albus Dumbledore aus dem „Harry Potter“-Franchise ein Begriff sein. Außerdem spielte er Marcus Aurelius in „Gladiator“. Er machte sich außerdem einen Namen in „Camelot“, als Söldner in „Die Wildgänse kommen“ und im Kriegsfilm „Die Kanonen von Navarone“. Seine Rolle als Captain Nolan war bestimmt nicht ein Höhepunkt der Karriere, obwohl er der Wunschkandidat des Produzenten war.

Meeresbiologin Rachel Bedford wird von Charlotte Rampling (Dune Part II, Dune) gespielt. Will Sampson (Einer flog übers Kuckucksnest) spielt Ureinwohner Jacob Umilak. Bo Derek (Sharknado III und Sharknado IV) spielt Love-Interest Annie.

Regie

Michael Anderson war ein bekannter, aber nicht unbedingt erfolgreicher Regisseur. Unter anderem drehte er „Flucht ins 23. Jahrhundert“, was ihm auch das Angebot für Orca brachte. 1955 hatte er den halbdokumentarischen Film „Mai 1943 – Zerstörung der Talsperren“ gedreht, danach folgten Romanverfilmungen nach Werken von George Orwell (1984) und Jules Verne (20.000 Meilen unterm Meer, In 80 Tagen um die Welt).

Dieser Film ist ein typischer Fall von sich kaufen lassen. Anderson war nicht wirklich überzeugt, wurde aber mit Geld „überzeugt“. Der Druck war groß, immerhin wollte man „Der Weiße Hai“ ausstechen.

Nachbearbeitung

Ähnlich wie Spielbergs Hai hatte auch der nachgebaute Orca einige technische Probleme. Für die meisten Aufnahmen wurden Wal-Filmmaterialien aus Dokumentationen oder Aquarien verwendet. Für die finale Szene musste jedoch der Orca-Nachbau selbst zum Einsatz kommen. Nicht zu genau hinsehen.

Überschattet wurde die Produktion auch von mehreren Unfällen. Selbst Hauptdarsteller Harris wäre mehrfach beinahe getötet worden, etwa durch Seile, die nicht rissen, Holzsplitter oder durch Fallen ins eiskalte Wasser.

Musik

Nur ein Lied, komponiert von Ennio Morricone, gesungen von Carol Connors, wird verwendet.

Filmkritk

Fazit

5.4 Ergebnis

Der Film erhielt schon bei Erscheinen mäßige bis schlechte Kritiken. Dazu ist er noch schlecht gealtert. Allerdings sind Hai und Orca dafür verantwortlich, dass Tierhorror in den 1980ern sehr verbreitet war und bis heute in Wellen auftritt: Bären, Tintenfische, Krokodile, Alligatoren, Haie, Tornados voller Haie und Kombinationen aus allem – bei den Filmen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Wenn vom Film eines hängen bleibt, dann die entscheidende Szene, die den Orca zu seinem Rachefeldzug motiviert: wenn Captain Nolan das blutige, kaum lebendige Wal Baby aus Ekel über Bord kickt.

Fazit

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Tags: Horror
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