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Filmkritik: Female Agents – Geheimkommando Phoenix

Nicolai Rosemann von Nicolai Rosemann
5. Mai 2026
in Filme, Kritiken
0
Female Agents - Geheimkommando Phoenix Szenebild

© Atlas

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Kurz vor dem D-Day muss eine Gruppe weiblicher Agenten in Frankreich einen britischen Geologen aus den Fängen der Nazis befreien, um den Erfolg des D-Day zu gewährleisten.

Story/Inhalt

Im Frühjahr 1944 wird aus der Not heraus eine Gruppe von fünf weiblichen Agenten über Frankreich abgeworfen, um einen britischen Geologen aus einem Soldatenkrankenhaus zu befreien. Unter dem Kommando des Geschwisterpaars Desfontaines werden zwei Kabaretttänzerinnen und eine ehemalige Kollaborateurin ausgeschickt, um zusammen mit einer italienischen Jüdin und lokalen Widerstandskämpfern das Krankenhaus zu überfallen. Die Identität des Mannes ist bereits aufgeflogen, wodurch Karl Heinrich, ein hoher SS-Offizier, auf die Sache angesetzt wurde. Die Kollaborateurin ist seine ehemalige Verlobte, was den zweiten Teil des Plans abdeckt. Nach der erfolgreichen Evakuierung des Geologen sollen die Frauen, entgegen der ursprünglichen Vereinbarung, nach Paris kommen, um Heinrich zu töten. Allerdings wurde Pierre Desfonataines verhaftet und wird bereits verhört, und auch weitere Unternehmen verlaufen nicht ganz nach Plan. Kommandantin Louise Desfontaines will aber von ihrem Ziel Heinrich zu töten auf keinen Fall ablassen, koste es was es wolle.

Schauspieler

Sophie Marceau (James Bond – Die Welt ist nicht genug, Braveheart) spielt Louise Desfontaines. Nachdem ihr Mann bei einer Sabotageoperation getötet wurde, ist sie nur noch engagierter, um die Nazis aus ihrer Heimat zu vertreiben. Zusammen mit ihrem Bruder Pierre, gespielt von Julien Boisselier (Henri 4, Vampire Party) führt sie die Einheit an.

Julie Depardieu, Tochter von Gérard Depardieu, spielt eine ehemalige Prostituierte und Tänzerin, die nach dem Mord an einem Zuhälter zwangsverpflichtet wird. Marie Gillain spielt die ehemalige Verlobte von Heinrich und muss ebenfalls mit ihrer Kollaboration gezwungen werden. Doch nicht jeder Agent ist fürs Feld gemacht: Déborah François spielt eine Sprengstoffexpertin, die gerne einen richtigen Einsatz leisten würde, im Einsatz aber nicht klarkommt. Maya Sansa spielt eine jüdische Exilantin, deren Familie im KZ ermordet wurde.

Moritz Bleibtreu spielt den SS-Offizier Karl Heinrich.

Regie

Jean-Paul Salomé (Die Gewerkschafterin, Arsène Lupin) bringt einen spannenden Agentenfilm, der sowohl Action als auch Tiefgang hat. Hier sind keine abgebrühten Profis im Einsatz, sondern Patrioten, zwangsverpflichtete Verbrecher und naive Träumerinnen. Unter realen Bedingungen müssen sie sich entweder anpassen oder untergehen. Die Gestapo und ihre Schergen sind immer nur einen Schritt hinter ihnen und kennen, wenn sie einen Agenten in die Finger kriegen, keine Gnade.

Für die französische Identität ist es wichtig zu zeigen, dass nicht alle Franzosen nach der schnellen Niederlage 1940 paralysiert waren oder sich gar ihrem Schicksal ergeben haben. Auch wenn Franzosen ihren Anteil am Sieg über die Nazis gerne überspielen, ist es ebenso richtig, dass nicht die Amerikaner allein den Großteil geleistet haben.

Nachbearbeitung

Bei der Ausstattung sind was Kleidung und Uniformen betrifft einige Fehler begangen worden. Gleichzeitig wurde ein alter U-Bahn-Zug hergerichtet und die Station entsprechend umgebaut. Auch alte Dampflokomotiven wurden aus Museen geholt und zum Einsatz gebracht.

Die Nebenhandlungen beziehungsweise Hintergründe der Agentinnen sind teils etwas sperrig dargestellt. Es bleibt jedoch zu bedenken, dass die Handlung auf Tatsachen basiert, die aus handlungstechnischen Gründen leicht adaptiert wurden. Louise Desfontaines war eine ausgezeichnete Widerstandskämpferin und verstarb im Alter von 98 Jahren.

Musik

Drei zeitgenössische Lieder werden verwendet. „Marjolaine“ von André Claveau, „Paris Chéri“ von Josephine Baker für die Tanzvorführung im Soldatenkrankenaus und „A Nightingale Sang in Berkeley Square“ von Vera Lynn.

Filmkritk

Fazit

6.6 Ergebnis

Die Arbeit von Agenten ist nicht sauber und besteht aus rein, Aufgabe erledigen und raus. Jeder Plan ist eigentlich ab dem ersten Moment hinfällig, sie müssen auf die neuen Situationen reagieren und ihr Ziel niemals aus den Augen verlieren. Sollten sie gefasst werden, ist jede Minute, in der sie schweigen, ein Vorteil für die anderen Agenten. Jeder Hinweis erschwert die weitere Mission und bedeutet möglicherweise ein Scheitern, oder das Ende anderer Spione.

Fazit

  • Story/Inhalt 0
  • Schauspieler 0
  • Regie 0
  • Nachbearbeitung 0
  • Musik 0

Female Agents - Trailer

Tags: KriegsfilmThriller
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