Anfang der 1960er gab es eine Welle mit B-Movies zum Zweiten Weltkrieg. Die überwiegend in Schwarz-Weiß gedrehten Filmszenen wurden mit Dokumentaraufnahmen und Material von Kriegsberichterstattern ergänzt.
Story/Inhalt
Eine Gruppe Soldaten wartet nach einem schweren Einsatz auf die Verlegung in die Etappe. Sie sind abgebrannt und ihre Verluste wurden kaum ersetzt. Stattdessen werden sie als Ablösung direkt an die Siegfried-Linie befohlen. Kaum angekommen wird ein Großteil ihrer Truppe auch noch in andere Sektoren verlegt, sodass der Abschnitt, den eigentlich eine ganze Kompanie sichern sollte, von einem knappen halben Dutzend bewacht wird. Mit einigen Tricks und Kniffen können sie die Deutschen glauben machen, es wären mehr Soldaten, Fahrzeuge und selbst Panzer vorhanden. Doch Corporal Reese unternimmt eine nicht genehmigte Aufklärungsmission, bei der zwei seiner Leute getötet werden, und lenkt die Aufmerksamkeit der Deutschen auf diesen Frontabschnitt. Als die eigene Verstärkung endlich eintrifft, stehen sich zwei schlagkräftige Verbände gegenüber.
Schauspieler
Steve McQueen (Bullit, Flammendes Inferno) spielt Pvt. John Reese. Obwohl ein guter Soldat, hat ihn seine Undiszipliniertheit nicht nur so manche Beförderung gekostet, sondern ihn zuletzt sogar degradiert. Seine Erfahrung steht auf derselben Stufe wie seine Ruhmsucht. Statt sich den Konsequenzen seiner Handlungen zu stellen, führt er zum Finale einen selbstmörderischen Angriff auf einen Bunker aus.
Fess Parker (Formicula) spielt Sergeant Pike. Er soll mit der kleinen Truppe den Sektor halten. Durch Täuschung soll er die Deutschen lange im Glauben lassen, einer kompletten Einheit gegenüberzustehen. Als er das Kommando an Reese übergibt, um Ausrüstung und Verstärkung zu beschaffen, nutzt der dies, um seine nicht genehmigte Patrouille durchzuführen.
Weitere Soldaten werden von Bobby Darin (Die Sprache der Gewalt), Harry Guardino (Dirty Harry), James Coburn (Steiner – Das Eiserne Kreuz) und Bob Newhart (Big Bang Theory, Young Sheldon) gespielt.
Regie
Don Siegel drehte Horror (Die Dämonischen), Western (Ein Fressen für die Geier, Der letzte Scharfschütze) und Kriegsfilme. Einer seiner letzten Filme war „Flucht von Alcatraz“ mit Clint Eastwood in der Hauptrolle; Eastwood wurde oft von ihm besetzt.
Zwei seiner Kurzfilme wurden mit Oscars prämiert: „Hitler lebt“ und „Stern in der Nacht“.
In diesem B-Kriegsfilm legt er das Augenmerk auf die Beziehung zwischen Pike und Reese. Sie dienten lange zusammen, aber während Pike Sergeant wurde und ein guter Anführer ist, stand Reese sich selbst im Weg und folgt seinem Bauchgefühl. Dadurch sterben zwei Soldaten, was die Truppe nur noch weiter ausdünnt und die Deutschen zu einem baldigen Angriff verführen könnte. Der Bunker, der die amerikanische Stellung immer wieder unter Feuer nimmt, ist die persönliche Nemesis von Reese.
Nachbearbeitung
Zu Beginn der Einheit folgt ein polnischer Zwangsarbeiter, der seinen Befreiern um jeden Preis helfen will. Selbst als sie ihn wegschicken, folgt er der Einheit auf Umwegen. Da es ihnen an Männern mangelt, darf er dann bei ihnen bleiben. Eine weitere Verstärkung ist ein Schreiber, der sich verfahren hat und eigentlich Schreibmaschinen in den Kommandostab bringen sollte. Ehe er es sich versieht, ist er eingezogen und hält ein Schützenloch.
Der Film nutzt minimale Mittel, zumeist feuert nur der Bunker auf die Stellung und zwingt alle in Deckung. Zum großen finalen Angriff werden zuerst Ausschnitte aus Frontmaterial und Propagandafilmen verwendet, bevor in Nahaufnahmen der Vorstoß erfolgt. Als Reese getroffen wird, endet der Film, ohne zu zeigen, ob die Stellung erfolgreich genommen wird oder die Deutschen ihn abweisen können.
Die Übersetzung der deutschen Befehle lässt zu wünschen übrig, es gab wohl kein Budget für einen Native Speaker. So wurden englische Befehle 1:1 übersetzt.
Filmkritk
Fazit
Für einen B-Movie top, muss er im Vergleich zu größeren Produktionen doch Federn lassen. Die Story ist etwas unrund und endet abrupt, Nebenhandlungen wie die französische Wirtin, der polnische Zwangsarbeiter oder der Zustand der Soldaten werden zu kurz behandelt; oder sind für unnötige Nebendetails zu lang behandelt.


