Fünf Jahre nachdem Arthur Bishop an der Tankstelle nur knapp dem Anschlag durch seinen Protegé entgangen ist, kehrt Jason Statham in die Rolle zurück. Er wird erneut einige spektakuläre Attentate auszuführen.
Story/Inhalt
Arthur Bishop glaubt seinem alten Leben entkommen zu sein. Nach einer versuchten Kontaktaufnahme, um ihn anzuwerben, lebt er vermeintlich anonym im Resort einer Freundin namens Mei. Als er einiges Tages den Streit zwischen zwei Gästen verfolgt und sich einmischt, stirbt der Mann durch einen Unfall. Am nächsten Tag erscheinen allerdings bewaffnete Söldner und entführen Gina, die Frau aus dem Boot. Kurz darauf meldet sich ein alter Konkurrent bei Arthur und verlangt, dass er drei Attentate ausführt, ansonsten stirbt Gina.
Das erste Ziel ist ein Waffenhändler, der sein Kartell auch in einem Gefängnis fortführt. Um dessen Vertrauen zu gewinnen, sorgt Bishop dafür, dass er dorthin geschickt wird, verhindert einen Anschlag auf das Oberhaupt und tötet ihn schließlich. Mit einer improvisierten Bombe gelingt Bishops Ausbruch und er wird von den Handlangern seines Auftraggebers nach Australien gebracht.
Dort schaltet er einen anderen Waffenhändler aus, indem er dessen freischwebenden Pool anbohrt, während der Waffenschieber darin schwimmt. Es zeichnet sich ab, was dahintersteckt: da schaltet jemand seine Konkurrenz aus, um den ganzen Kuchen für sich selbst zu haben.
Der dritte Auftrag führt ihn zu einem ehemaligen U-Boot-Bunker der Sowjetunion und Bulgarien. Sein Ziel Max Adams ist gewarnt und vorbereitet. Doch da Arthur daran zweifelt, dass er bei Erfolg mit Gina entkommen kann, ändert er die Spielregeln: zusammen mit Adams lockt er seinen Auftraggeber in die Falle.
Schauspieler
Obwohl fünf Jahre vergangen ist, ist Arthur Bishop noch immer eine unaufhaltsame Tötungsmaschine. Entgegen der Charakterisierung des ersten Teils unterhält er doch Freundschaften (etwa zu Mei) und ist bereit Gina, die eigentlich als Venusfalle postiert wurde, alles zu tun.
Gina wird von Jessica Alba (Sin City, Machete) gespielt. Nach ihren Anfängen als Maya in der Serie Flipper spielte Alba in „James Camerons Dark Angel“ die Hauptrolle, bevor Musik- und Tanzfilme wie „Honey“ folgten. In Sin City spielte sie die Tänzerin Nancy, die sie auch in Teil 2 verkörperte. In den beiden „Fantastic 4“-Filmen verkörperte sie die Invisible Woman Sue Storm. Mehr Action-lastige Rollen spielte sie unter anderem in „Machete“, wobei sie in „Machete Kills“ nur einen kleinen Auftritt hat, oder „Killers Anonymous“.
Michelle Yeoh (Star Trek Section 31) spielt Mei, ein alter Kontakt von Arthur, bei der er unterkommen kann. Der Waffenhändler Max Adams wird von Tommy Lee Jones (No Country for Old Men) gespielt, Sam Hazeldine (The Last Duel) spielt Crane.
Regie
Die Regie übernimmt der Deutsche Dennis Gansel. Mit Filmen wie „Napola – Eine Elite für den Führer“ und „Die Welle“ erweckte er die Aufmerksamkeit von Hollywood. Sowohl „Die Vierte Welle“ als auch dieser Film konnten die Erwartungen nicht ganz erfüllen, sodass er in Deutschland unter anderem die „Jim Knopf“-Filme drehte und 11 Folgen der Sky-Serie „Das Boot“. Mit „Der Tiger“ folgte 2025 ein Erfolg im Streaming.
Mechanic: Resurrection ist zwar ein solider Actionstreifen, kann aber nicht das Potential ausschöpfen. Die Attentate sind zwar wieder beeindruckend, doch nicht sauber chirurgisch geplant, wie Arthur Bishop im ersten Teil dargestellt wurde. Er steht zwar unter Zeitdruck, doch dass er sich das alles für eine Frau, die er kaum kennt, antun soll, ist etwas sehr an den Haaren herbeigezogen.
Nachbearbeitung
In der Eröffnungssequenz wird Arthur in Rio von einem Vermittler angesprochen und muss sich seinen Weg freikämpfen. Da landet ein Söldner sprichwörtlich auf dem Grill, und nach einer Klettereinlage auf einer Seilbahngondel springt Bishop auf einen vorbeifliegenden Drachengleiter. Im Film möglich, in der Realität wäre wohl auf der Terrasse die Reise wohl zu Ende gewesen.
Der erste Auftrag nach der Entführung von Gina führt ihn auf eine Gefängnisinsel, in deren Gewässer es von Haien wimmelt. Ausbruch: unmöglich. Nicht für Bishop. Er schafft es nicht nur reinzukommen, ohne große Vorbereitung Zugang zum heimlichen Chef des Gefängnisses zu erlangen, und rauszukommen bevor irgendwer was merkt. Realitätscheck: allerspätestens hier verpasst.
Der zweite Auftrag mit dem Pool wurde bereits im Trailer verraten. Eine beeindruckende Einlage, auf jeden Fall. Doch keineswegs überraschend. Was zum Finale führt, in dem Bishop zuerst Max Adams in seinem eigenen Panikraum auf seine Seite zieht und dann seinen Auftraggeber auf dessen Yacht ausschaltet. Obwohl Schnellfeuerwaffen und RPGs gegen ihn eingesetzt werden, entkommt er ohne Kratzer und mit dem Wohlwollen von Max Adams, der dadurch der Gewinner des Ganzen ist: die Konkurrenz ist tot und Bishop hat endlich seine Ruhe. Hoffentlich.
Musik
Vier Songs, zwei davon bei Einlagen in Meis Resort, werden verwendet.
Filmkritk
Fazit
Solide Action nach einem typischen Statham-Kaliber. Arthur Bishop ist hier ein anderer Charakter als im ersten Teil. Die Attentate sind gut gemacht, doch das Gesamtprodukt fühlt sich nicht richtig an.

