Im vierten Teil der Krimiserie in den schweizer-französischen Alpen sind geschnitzte Teufelsstatuen nur ein kleiner Hinweis in einem Fall, dessen Wurzeln weit in die Vergangenheit reichen.
Story/Inhalt
Ein Mann stürzt aus dem Turm einer Kapelle und stirbt. In der Nähe wird ein geschnitzter Holzteufel gefunden, der der traditionellen Folklore entstammt. Als weitere Tote gefunden werden, ebenfalls mit kleinen Teufeln, müssen der Schweizer Andréas Meyer und Constance Vivier schnell ermitteln. Denn Andréas hat ebenfalls einen Teufel erhalten, und seine Tochter scheint auch im Auge des Fluchs zu sein.
Schauspieler
Laurent Gerra ist vor allem für seine Rolle in der Krimiserie „Noir comme Neige“ bekannt. Als Schweizer Andréas Meyer führen die Ermittlungen immer wieder dazu, dass er grenzübergreifend mit den französischen Kollegen zusammenarbeiten muss. Die Arbeit mit Constance ist ihm sichtlich weniger unangenehm wie mit dem Sektionschef.
Clémentine Poidatz spielte unter anderem in „Marie Antoinette“ und der Serie „Mars“ mit. Als Constance Vivier ermittelt sie an der Seite ihres Schweizer Kollegen, oft gegen die Anordnungen des Sektionschefs.
Margaux Ribagnac-Vin spielt Violette Meyer, die Tochter von Andréas, die im Wintertourismus arbeitet. Weitere Rollen spielen Nancy Tate, Jhon Rachid und Nicolas de Broglie.
Regie
Pierre-Louis Pingault führt hier zum ersten Mal selbst Regie, ansonsten ist er als Regieassistent oder Leiter der Second Unit tätig. An den ersten drei Filmen war er nicht beteiligt. Der Dreh entspricht einem typischen TV-Krimi, bei dem mit Landschaftsbildern die Handlungsbögen ausgeschmückt werden und alles gesamt als Werbung für den Tourismus gesehen werden kann (besuchen Sie die Region, gestorben wird hier nur im Film). Pingault legt zuerst einige falsche Fährten, verwoben mit relevanten Handlungen, aus, um nach dem Ausschlussprinzip einen knackigen Showdown zu liefern.
Nachbearbeitung
Vorweg: mit TV-Produktionen muss in gewissen Bereichen etwas gnädiger, wie mit großen Studioproduktionen umgegangen werden. Aufgrund des schmalen Zeitfensters für diesen Teil war es mir zeitlich nicht möglich, die drei Vorgänger zu sichten. Darum sind mir Ereignisse aus den anderen drei Filmen nur bedingt bekannt, was sich auf Interaktionen und Beziehungen der Charaktere auswirkt.
Der Film selbst wirft den Zuschauer direkt in die Handlung, frischt dann einige Beziehungen wieder auf (zwischen Andréas und Constance, und arbeitet dann die Spuren Verdächtiger für Verdächtiger ab). In der Nebenhandlung positioniert man Andréas Tochter, um für das Finale eine Motivation zu schaffen. Da die Toten zu Beginn nichts gemeinsam zu haben scheinen, ist der Sprung zum „alten Fall“, an dem Andréas ermittelte, bereits sehr früh positioniert und fast vergessen, als das Bild langsam Sinn ergibt.
Filmkritk
Fazit
Für einen TV-Krimi nicht schlecht. Einige Elemente, wie eben die Hacker, werden auch in größeren Produktionen, nicht gut umgesetzt – einfach schnell die Hacken-Taste am PC drücken und der Böse hat alles. In den winterlichen Alpen ist Rache anscheinend ein Gericht, das am besten kalt serviert wird. Die Schatten der Vergangenheit reichen manchmal sehr weit und holen dich dann ein, wenn du gar nicht mehr daran denkst.



