Monsieur Claude und sein großes Fest ist der Nachfolgefilm von Monsieur Claude und seine Töchter (2014) und Monsieur Claude 2 (2019). Beim dritten Teil der Komödienreihe über die französische Familie Verneuil hat wie bei den beiden Vorgängern ebenso Philippe de Chauveron Regie geführt. Und auch in Teil 3 spielen Familienstreitigkeiten, Vorurteile und kulturelle Differenzen große Rollen.
Schauspieler – Sehr gute Schauspielkunst
Claude und Marie Verneuil feiern ihren 40. Hochzeitstag, zu welchem ihre vier Töchter Laure, Isabelle, Odile und Ségolène ein großes Überraschungsfest planen. Dazu sollen auch ihre Ehemänner deren Eltern einladen und wer Monsieur Claude und seine Töchter kennt, weiß, dass das nur in einem großen Durcheinander enden kann, nicht zuletzt aufgrund der kulturellen Differenzen. Neben Christian Clavier als Monsieur Claude, Chantal Lauby als dessen Frau Marie Verneuil und Élodie Fontan (Laure), Frédérique Bel (Isabelle), Alice David (Odile und neu im Cast) sowie Émilie Caen (Ségolène) treten diesmal eine ganze Reihe neuer Personen auf den Plan. Es ist unterhaltsam dem Aufeinandertreffen so unterschiedlicher Personen zuzusehen – allerdings wirken diese bisweilen doch sehr klischeehaft und eindimensional. In die Tiefe geht es bei den neuen Persönlichkeiten kaum, während die Schauspieler selbst wirklich gut sind.
Story – Unterhaltsame Klischees
Wie bereits erwähnt steht im dritten Teil von Monsieur Claude das große Überraschungsfest zum 40. Hochzeitstag im Mittelpunkt. Daneben gibt es Beziehungskrisen, Nachbarschaftsstreit und Familienzwist: So kriselt es zwischen Ségolène und ihrem Mann Chao Ling (Frédéric Chau), während Marie vom deutschen Kunstsammler Helmut Schäfer (Jochen Hägele) umworben wird. Monsieur Claude merkt von der Situation seiner Frau allerdings nichts, sondern ist mit den Gästen in seinem Haus, André und Madeleine Koffi – Laures Schwiegereltern –, beschäftigt. Dabei fehlen auch nicht die Spannungen zwischen den unterschiedlichen Kulturen und Ethnien, die die ersten beiden Teile bereits vorgebracht haben. Bisweilen ist der Film hier kurz davor, ein peinlich berührtes Gefühl zu hinterlassen. Die Streitigkeiten und klischeehafte Vorurteile werden dabei allerdings so zelebriert, dass es beinahe einer unterhaltsamen Karikatur gleichkommt. Neben weiteren kleineren sowie größeren Freuden und Schwierigkeiten ist die Handlung insgesamt eine unterhaltsame – wenn auch nicht besonders originelle – Familiengeschichte, die definitiv auch zum Schmunzeln anregt.
Regie – Neues trifft auf bekanntes
Im Grunde setzt Regisseur Philippe de Chauveron auch beim dritten Teil der Monsieur Claude-Reihe auf die altbekannten humoristischen Mittel: mehr oder weniger chaotische Zustände in einer (Groß-)Familie mit mehr oder weniger latenten rassistischen Einwürfen. Das funktioniert auch, man erwartet es immerhin von einem Monsieur Claude-Film. Insgesamt bedient der Film allerdings einige Klischees und übertreibt an anderen Stellen. Für einen gemütlichen Fernsehabend ist der Film von de Chauveron aber jedenfalls eine unterhaltsame, stimmige Komödie, die für gute Laune sorgt.
Nachbearbeitung – Alles gut
Hier gibt es nichts zu bemängeln – sowohl die Kameraarbeit als solche als auch Schnitt, Montage und die weitere Postproduktion sind unauffällig und sauber. Es warten hier keine visuellen Highlights, aber definitiv auch keine Enttäuschungen.
Musik – Eher im Hintergrund
Der Soundtrack des Filmes sticht zwar nicht besonders hervor, da der Film mehr von den einzelnen Dialogen und der Kunst der Schauspieler lebt. Zuweilen unterstreicht er aber die Handlung des Filmes sehr gut und sorgt damit ebenfalls für Stimmung. Größere Bedeutung erhält der Soundtrack vor allem in den Clubszenen, die insgesamt zu einem kleinen Höhepunkt im Film werden.
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Filmkritk
Fazit
Monsieur Claude und sein großes Fest ist ein Film voll Komik, guter Laune und leichter Unterhaltung. Klischeehafte Vorurteile werden – von allen Seiten – befeuert und gefeiert, was einen Großteil des Humors ausmacht. Allerdings geht der Film auch darüber hinaus, entwickelt sich quasi weiter und wartet auch mit neuen Einfällen auf. Insgesamt bedient der Film zwar kein wahnsinnig originelles Konzept, aber macht auf jeden Fall Spaß.





