Im April dieses Jahres erschien das spanische Thriller-Drama „Fategame – Ein Schuss genügt“. Trotz einer interessanten Handlungsidee, lässt die Umsetzung zu wünschen übrig und das Geiseldrama stößt auf viel Kritik. Warum das so ist, erfährst du jetzt!
Schauspieler – bekannte spanische Gesichter
In den Hauptrollen sieht man Luis Tosar als Sergio, Maria Luisa Mayol als Lidia und Alex Garcia Fernández als Scharfschütze Pablo. Tosar (Sky High, Anrufer unbekannt) und Fernández (Antidisturbios, El inmortal) sind bereits sehr bekannte Gesichter in spanischen Produktionen. In diesem Thriller wirkt Luis Tosar fast wie paralysiert, sein Verhalten weckt wenige Gefühle und man kann sich nicht ausrechnen, was wirklich in seinem Kopf vorgeht. Keine seiner Glanzleistungen. Die Chilenin Maria Luisa Mayol, die noch nicht so viele Rollen verkörpert hat, gibt dem Film eine starke feminine Darstellerin.
Story – Geiselnahme im Wettbüro
Hauptdarsteller Sergio verliert immer wieder Geld beim Wetten und enttäuscht seine Familie wieder und wieder. Als er einen sicheren Wetttipp für ein Fußballspiel bekommt, scheint das Glück endlich auf seiner Seite zu sein. Doch in dem Moment seines Sieges stürmt ein bewaffneter Mann das Wettbüro und hält alle Menschen vor Ort als Geiseln. Spezialkräfte, inklusive Scharfschütze Pablo, der die Notlösung sein sollte, sind informiert und die Situation verändert die Leben aller Beteiligten.
Regie – von tiefsinniger Geschichte zu durchschnittlichen Geiseldrama
Regisseur Juan Galiñanes setzt mit diesem Film auf die Gefühle der Zuschauer. Die gefangen genommenen Geiseln im Wettbüro sind „normale“ Menschen, mit denen man sich gut identifizieren kann. Wettliebhaber Sergio werden die schlimmsten Folgen seiner Sucht präsentiert. Hätte er nicht wieder gewettet, wäre er nie in dieser Situation gelandet. Leider wird aus der Geschichte nicht unbedingt das Beste gemacht. Die Vorgeschichte und der wahre Hintergrund geht in der Geiselnahme verloren und es wird zu einem durchschnittlichen Überfall-Drama. Plötzlich nimmt der Film jedoch eine ganz andere Wendung und der Dramafaktor steht im Mittelpunkt, der Zusammenhang fehlt eher. Hier hätte man mit Sicherheit mehr aus der Filmidee machen können.
Nachbearbeitung
Obwohl der Mittelpunkt des Filmes das Wettbüro sein sollte, ist dieses an Equipment leider eher armseelig, es scheint nicht viel Mühe in dieses Setup gesteckt worden zu sein. Auch ansonsten ist in der Ausstattung und Nachbearbeitung nicht viel Effort zu sehen. Natürlich sind für ein realitätsnahes Drama wenig Effekte notwendig, aber man hätte den Thriller-Faktor schon besser untermalen können, um mehr Stimmung aufzubauen.
Musik – spanische Authenzität
Der spanische Film-Soundtrack wurde vom Komponisten Manuel Riveiro beigesteuert. Die Lieder untermalen die Stimmung, zuerst vom Thriller dann vom Drama, gut und schaffen eine passende Atmosphäre. Der Song zum Happy-End des Filmes hätte vielleicht besser gewählt werden können, aber ansonsten sehr adequate Untermalung.
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Filmkritk
Fazit
Zusammengefasst also ein leider eheer misslungenes Thriller-Drama, das keinen eindeutigen roten Faden hat. Das Grundkonzept verspricht mehr, als der Film dann abliefert und ist für Thriller- wie auch für Dramaliebhaber eher eine Enttäuschung.



