Filmkritik: Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Das Schicksal ist ein mieser Verräter Szenebild
© 2015 Twentieth Century Fox Home Entertainment

Der Roman “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” des US-Autors John Green aus dem Jahre 2012 erhielt den Deutschen Jugendliteraturpreis sowie die Auszeichnung als Kinder- und Jugend-Hörbuch des Jahres. Mit der filmischen Umsetzung zauberte Regisseur Josh Boone daraus ein berührendes Drama, welches sich zu recht zu einem der Überraschungshits des Jahres 2014 mauserte.

 

Schauspieler – Perfekte Chemie zwischen Shailene Woodley und Ansel Elgort

Der Film würde nicht halb so gut funktionieren, wäre da nicht die perfekte Chemie zwischen den famosen Hauptdarstellern Shailene Woodley und Ansel Elgort. Woodley wirkt als Hazel unter ihrem harten Kern dennoch verletzlich und liebenswert während man Elgort als stets positiver Gus einfach nur gern haben kann. Ein großer Vorteil war bei den beiden sicherlich auch, dass sie sich bereits vom Dreh zu “Die Bestimmung – Divergent” kannten. Dort spielten sie aber übrigens Bruder und Schwester. Nebenbei ist der Film noch bis in die Nebenrollen perfekt besetzt. Als Hazels Mutter ist z. B. Laura Dern zu sehen, die durch “Jurassic Park” natürlich bestens bekannt sein dürfte. auch Nat Wolff begeistert als blinder Isaac vollends. Und als Schriftsteller Van Houten ist noch Willem Dafoe dabei. Zunächst wirkt dieser Name in solch einem Film sicherlich verwunderlich, man könnte zunächst doch fast meinen, Dafoe hätte doch glatt einmal eine liebenswerte Rolle ergattert. Doch falsch gedacht, wie üblich darf er nämlich das darstellen, was er am besten kann: Einen richtigen Kotzbrocken.

Wertung: 5/5 Sternen

 

 

Story – Ernst, aber ohne falsche Sentimentalität

Das Thema des Films ist eigentlich bierernst, doch der trockene Humor und die gewisse Leichtigkeit lockern den Film ungemein auf. “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” feiert vor allen Dingen das Leben, zeigt jedoch auch, wie schmerzhaft und ungerecht es doch manchmal sein kann. Das hebt den Film weit von anderen Schmonzetten ab, erfreulich dass auch die Probleme der Eltern nicht verschwiegen werden.

Wertung: 5/5 Sternen

 

 

Regie – Toll

Regie führte Josh Boone, der bereits mit seinem Debüt “Love Stories – Erste Lieben, zweite Chancen” sein Gespür für solch schwierige Stoffe unter Beweis stellte. Dies ist erst sein zweiter Film, daher ist es bemerkenswert wie leicht sich Boone hiermit tut und alles ohne Probleme unter einen Hut bringt.

Wertung: 4/5 Sternen

 

 

Filmmusik – Unterhaltsam

Die Filmmusik komponierte Mike Mogis und Nate Walcott und haben dabei auch einen ganz passablen Job gemacht. Ansonsten gibt es hier auch noch viele schöne und zum Teil bis dato unveröffentlichten Songs von Ed Sheeran, Birdy oder One Republic zu hören, was einen sympathischen Eindruck hinterlässt.

Wertung: 4/5 Sternen

 

 

Nachbearbeitung – In Ordnung

Besondere Spezialeffekte braucht ein Film dieser Art natürlich nicht, die Bildbearbeitung ist dem geringen Budget aber mehr als angemessen. Also gibt es dafür solide 3 von 5 Sternen.

Wertung: 3/5 Sternen

 

 

Fazit – Tief berührend und unbedingt empfehlenswert

“Das Schicksal ist ein mieser Verräter” ist authentisch, herzerwärmend und überhaupt nicht nur für die junge Zielgruppe eine unbedingte Empfehlung. Allerdings sollte man auch Taschentücher bereit halten, denn es wird auch tieftraurig. Doch wie heißt es so schön: Schmerz verlangt gefühlt zu werden. Keine Sorge Gus, sicherlich ein Film, der nicht so schnell in Vergessenheit gerät.

Manuel Autor